Bitterer Nachmittag für Altach / Vorderland. Der aktuelle Tabellenzweite der Frauen Bundesliga muss die Segel im ÖFB-Cup streichen. Zur Halbzeit führt das Ländle Team zwar nach einem Treffer von Bereuter, der prompte Ausgleich nach Wiederbeginn stellt allerdings der Anfang vom Ende dar. Nach einem unglücklichen Eigentor können die Vorarlbergerinnen nicht mehr zurückschlagen.

Am Anfang alles pari

Trainer Bernhard Summer konnte auf die wiedergenesene Anna Bereuter setzen, vorne stürmte neben Julia Kofler Sarina Heeb.

Gefährlich wurde es erstmals nach neun Minuten, als Julia Kofler wie vergangene Woche versuchte, eine Ecke direkt zu verwandeln. Haider im Tor der Austria aber aufmerksam. Die Anfangsphase gestaltete sich ausgeglichen, beide Teams hatten ihre Momente aber noch nicht mehr.

Bereuter sticht

Dies ändert sich nach rund 20 Minuten als Selina Albrecht am Flügel zu viel Platz bekommen hatte. Ihre mustergültige Flanke erreichte in der Mitte Bereuter, welche via Kopf auf 1:0 stellte (22.). Die Gäste aus Wien zeigten sich keineswegs geschockt durch den Treffer, eher motivierte es die Hauptstädterinnen vermehrt den Vorwärtsgang einzulegen. Hajek hätte nach einer halben Stunde gut und gerne auf 1:1 stellen könne, sie grätschte aber um Haaresbreite an einer Triendl-Hereingabe vorbei.

Die Restzeit der ersten Halbzeit wurde vor allem durch Halbchancen geprägt, Heeb für Altach, Triendl für Wien. Brandgefährlich wurde es nochmals in der Nachspielzeit als ein Olsen Freistoß von der Seite beinahe den Weg ins lange Eck gefunden hätte. Haider entschärfte und so ging es mit dem Minimalvorsprung in die Kabinen.

Austria schlägt zurück

Die zweite Hälfte war noch keine drei Minuten alt, da kam die Wiener Austria zum Ausgleich. Ex-Altacherin Triendl eilte auf der linken Seite davon und traf in die lange Ecke (48.). Dieser Treffer verlieh wiederum dem anderen Team zu Rückenwind. Zunächst verpasste Albrecht per Kopf nur knapp (54.), eine Minute darauf verzog Kofler nach einem öffnenden Pass von Bereuter. Im Anschluss an diese Aktion nahm Summer die Torschützin und Heeb runter, Pulins und Bertsch waren nun mit von der Partie.

Die SPG blieb am Drücker, doch auch die Versuche von Bertsch und Tietz wurden entweder abgeblockt oder fielen zu ungenau aus. Das Übergewicht der Gastgeberinnen kippte aber um die 70. Minute. In dieser Phase zeigten sich die Wienerinnen deutlich aktiver und sollten auch belohnt werden. Zunächst scheiterte Bruinenberg im Sechzehner noch an Dübel, in derselben Aktion lenkte Julia Kofler den zweiten Versuch der Viola äußerst unglücklich ins eigene Tor ab (75.). Dem nicht genug legte Triendl ähnlich wie beim 1:1 fast nach. Dieses Mal kullerte die Kugel am langen Eck vorbei. Die Partie entwickelte sich immer mehr zum offenen Schlagabtausch. Auf der Gegenseite glich Kofler beinahe aus, der Ball landete auf dem Netz (78.).

Der Schuss vom Sechzehner sollte die letzte konkrete Aktion der Vorarlbergerinnen gewesen sein. Die vielen Ausfälle vor allem in der Offensive machten sich in der Schlussphase bemerkbar. So reichte es heuer leider nicht und Altach scheidet im Halbfinale aus.

SPG SCR Altach / FFC Vorderland vs. Austria Wien 1:2 (1:0)
Samstag, 30.3.2024, 13:00 Uhr
CASHPOINT Arena, 612 Zuseher*innen

Tore: 1:0 Bereuter (22.), 1:1 Triendl (48.), 1:2 Kofler (ET, 75.)

banner