Ära Standfest beginnt
Die Zusammenarbeit zwischen Joachim Standfest und dem SCRA wird als langfristiges Projekt ausgelegt.
Die Zusammenarbeit zwischen Joachim Standfest und dem SCRA wird als langfristiges Projekt ausgelegt.
Genau 85 Tage ist es her, dass Joachim Standfest als Co-Trainer beim SCR Altach vorgestellt wurde, heute präsentierte der Verein den 43-Jährigen als Headcoach. Die Verantwortlichen zeigen sich erfreut, dass schnell eine Einigung erzielt worden ist, Standfest blickt mit Vorfreude auf seine kommende neue Rolle. Eine Vertragslaufzeit wird nach wie vor nicht bekanntgegeben, der SCRA wünscht sich aber Kontinuität im sportlichen Bereich.
Kein Hehl wurde auf der Pressekonferenz daraus gemacht, dass auch mit anderen Kandidaten intensiv gesprochen wurde, Standfest selbst sprach nach der PK von einer „zittrigen Zeit“ bis er den Zuschlag erhalten hat. Dem neuen Trainer ist anzumerken, dass er bereit für die Aufgabe Bundesligatrainer ist. Einer seiner großen Vorteile ist es, dass er die Mannschaft bereits kennt und dadurch in Abstimmung mit Roland Kirchler sehr gut beurteilen kann, auf welchen Positionen Handlungsbedarf besteht.
Angesprochen auf seine besonnene Art außerhalb des Fußballplatzes hielt der Steirer deutlich fest, dass er auch laut sein kann, wenn es sein muss. Er verwies dabei auf seine Zeit als Aktiver, an welche sich laut ihm kein Referee gerne zurückerinnert: „Wenn man die Schiedsrichter befragt, wer der lästigste Spieler in den letzten 20 Jahren gewesen ist, fällt sehr oft der Name von Steffen Hofmann und meiner.“ Er sei von Haus aus so gestrickt, jedem seine Meinung ehrlich mitzuteilen, dass gilt auch für die Mannschaft.
Um genaue Saisonziele zu definieren, ist es definitiv noch zu früh, dennoch gibt der neu ernannte Chefcoach Einblicke, wie der SCRA in der kommenden Saison auftreten soll. Aufgrund der Veränderungen im Kader möchte Standfest zu Beginn seiner Amtszeit zuerst auf die Basics setzen, aber auch im athletischen Bereich muss die Mannschaft laut seiner Aussage zulegen. Insgesamt sollen die Auswärtsfahrten ins Schnabelholz wieder für jeden Gegner unangenehm werden und dürfen auch „weh tun“. Dieser Kampfgeist soll erneut ein Markenzeichen des SCR Altach unter Joachim Standfest werden.
Die „größte Baustelle“ ist somit erledigt, jetzt wird Roland Kirchler gemeinsam mit Marc-André Kriegl, mit Philipp Netzer und nun eben mit Joachim Standfest intensiv am Kader für die Saison 2023/24 schrauben. Ähnlich zügig wie bei der Trainerbestellung soll auch rasch für Klarheit in puncto Teamaufstellung gesorgt werden.