Altach will Spielverderber in Ried sein
Im Innkreis redet man vom oberen Playoff – Altach benötigt Befreiungsschlag.
Im Innkreis redet man vom oberen Playoff – Altach benötigt Befreiungsschlag.
Beim SV Ried herrscht aktuell gute Laune: Neuer Trainer und Hoffnungen auf die obere Tabellenhälfte sind allgegenwertig. Im Oberösterreich-Derby setzte es zuletzt eine knappe 0:1 Niederlage, dennoch holte man aus den letzten sechs Partien beachtliche 11 Punkte. Altach möchte beim letzten Spiel des Jahres (Sa. 17:00 Uhr) als Partychrasher agieren. Ein Erfolg auf Vorarlberger Seite wäre ebenso bitter nötig.
Die Rieder könnten dem SCR Altach in der aktuellen Situation gerade Recht kommen. Seit 4,5 Jahren ist man gegen diesen Gegner ungeschlagen, drei Siege und zwei Unentschieden holte man in den letzten Aufeinandertreffen. Beim 1:1 am 7. Spieltag vor heimischen Publikum hätte man durchaus die Chancen gehabt, das Spiel komplett zu drehen, geriet man ja bereits nach einer Minute in Rückstand. Atdhe Nuhiu sicherte den Altachern zumindest noch einen Punkt. Neo-Trainer Ibertsberger steht am Samstag noch nicht an der Seitenlinie. Er übernimmt mit 1. Jänner.
Liga- und Punkteteilung als Spannungsfaktor
Eines brachte die Ligareform sicherlich nicht mit sich: Planungssicherheit für die Vereine. In diesem Jahr geht es besonders eng in der Tabelle zu. Zwischen Tabellenplatz 5 und 11 liegen gerade einmal fünf Punkte. Selbst unser SCR Altach hätte noch rechnerische Chancen ins obere Playoff zu kommen. Deutlich realistischer sind die Avancen des SV Ried. Diese liegen aktuell punktgleich mit Rapid und der Austria auf Platz 7. Bei solch einem Szenario kann die Liga dann richtig fies werden: Ein Punkt oder sogar die Tordifferenz kann den Unterschied machen, ob man sich im Rennen um die europäischen Startplätze oder sich plötzlich im Abstiegskampf befindet.
Dass die Punkteteilung vor allem im unteren Playoff immer wieder Vereine rettete, zeigt ein Blick in die Vergangenheit. Hatte letzte Saison St. Pölten nach dem Abschluss des Grunddurchganges noch 7 Zähler Vorsprung auf das Schlusslicht Admira, dreht sich dieser Spieß dann in der Qualifikationsgruppe ordentlich um. Die Südstädter blieben mit 19 Punkten in der Liga, der SKN stieg mit 13 ab.
Zu früh um Prognose abzugeben
Dieses Beispiel zeigt deutlich auf, dass es zu diesem Zeitpunkt noch keinen Sinn macht, sich zu große Gedanken über die aktuelle Platzierung zu machen. Dennoch ist es wichtig, sich einen guten Polster aufzubauen bevor die Punkte-Halbierung die Liga wieder zusammenpresst.
Wenig Ausfälle bei Ried, Altachs Defensive dezimiert
Traut man den hiesigen Gazetten, so muss der SV Ried lediglich auf den gesperrten Jovicic verzichten. Beim SCR Altach fallen hingegen mit Netzer und Dabanli zwei Innenverteidiger fix aus, Pape Alioune ist zudem fraglich. Nichtsdestotrotz wird der SCRA alles in die Waagschale legen, um den Negativlauf noch in diesem Jahr zu beenden. Nach dem Spiel am Samstag geht es für die österreichische Bundesliga in die Winterpause. Unter den Weihnachtsbaum will Altach selbstverständlich drei Punkte legen.
SV Ried vs. CASHPOINT SCR Altach
Samstag, 11.12.2021, 17:00 Uhr, keine Zuschauer erlaubt
Josko Arena, Ried