Liebe Altacherinnen, liebe Altacher, liebe SCRA-Familie!

meine Zeit beim SCRA ist leider zu Ende und ich möchte mich verabschieden – vor allem aber möchte ich von ganzem Herzen Danke sagen. Danke an jeden einzelnen von euch, der diesen Club lebt. Besonders möchte ich mich bei allen Spielern, Trainern und Mitarbeitern – vor allem aber bei der Vereinsführung um Christoph Längle – bedanken.

Wenn wir gemeinsam auf die vergangenen Jahre zurückblicken, dann war das eine emotionale Achterbahnfahrt, geprägt von extremen Höhen und Tiefen. Wir haben zusammen gelitten, gezittert, aber am Ende immer gemeinsam gefeiert.

Ich erinnere mich an meine erste Saison im Sommer 2021: Als uns viele schon abgeschrieben hatten, haben wir diesen spektakulären Nichtabstieg erzwungen. Damals habe ich begriffen, was das Schnabelholz ausmacht: Wenn es hart auf hart kommt, rücken wir zusammen. 

In der vorletzten Saison folgte für mich ein hochemotionaler Schritt: mein aktives Karriereende als Spieler. Für das riesige Vertrauen der Vereinsführung, nahtlos als Co-Trainer in den Betreuerstab zu wechseln, bin ich unendlich dankbar. Dennoch habe ich mich auch gerne dieser Drucksituation gestellt. 

Auch diese neue Rolle brachte sofort die gewohnte Altacher Dramatik mit sich – wie der nervenzerfetzende Nichtabstieg, den wir vor einem Jahr in Linz fixiert haben. Und dann kam die letzte Saison. Diese hielt schließlich den absoluten Höhepunkt bereit: das Erreichen des Cupfinals. Auch wenn uns der ganz große Coup verwehrt blieb – das Gefühl, mit Altach in einem Finale zu stehen und diese Euphoriewelle im ganzen Land zu spüren, wird mich mein Leben lang begleiten.

Ein Verein besteht jedoch nicht nur aus den 90 Minuten auf dem Platz. Er lebt durch die Personen, die ihn tragen. Deshalb gilt mein tiefster Respekt all den wunderbaren Menschen hinter den Kulissen, die Tag für Tag dafür sorgen, dass der Verein sich weiterentwickeln kann. Ein ganz besonderer Dank geht an die unzähligen ehrenamtlichen Helfer. Ihr opfert eure Freizeit und seid das wahre Rückgrat dieses Clubs.

In Vorarlberg habe ich so viele großartige, ehrliche und bodenständige Persönlichkeiten kennengelernt und Freunde fürs Leben gefunden. Die Herzlichkeit im Ländle hat es mir leicht gemacht, mich hier absolut zu Hause zu fühlen.

Was mir jedoch am tiefsten unter die Haut gegangen ist, ist meine ganz besondere, enge Bindung zu euch – den Fans. Ihr habt mich vom ersten Tag an wie einen von euch behandelt. Diese gegenseitige Wertschätzung ist im modernen Fußball selten und wird mir für immer in Erinnerung bleiben.

Ich gehe mit einem Herzen voller Dankbarkeit und Stolz. Ich werde eure Ergebnisse und eure Entwicklung ab jetzt als treuer Fan aus der Ferne mitverfolgen. Bleibt so laut, leidenschaftlich und treu, wie ihr seid. Für die Zukunft alles Gute, und wer weiß – vielleicht bis irgendwann.

In tiefer Verbundenheit und Dankbarkeit, 

Euer Atdhe Nuhiu