Nach dem 0:2 gegen die Admira heißt es schnell wieder aufstehen.

Durch die 0:2-Heimniederlage gegen den direkten Kontrahenten FC Admira hat sich der Abstand des SCRA zum rettenden Ufer weiter vergrößert. Von Aufgeben ist im Rheindorf jedoch noch lange keine Rede.

Einmal mehr in dieser Saison wurde dem SCRA am Samstag aufgezeigt, wie grausam der Sport sein kann, wenn es mal nicht läuft. So viel hatten sich die Mannen von Ludovic Magnin im Duell mit der Admira vorgenommen. Nach nicht einmal drei Minuten war der eigene Matchplan und damit auch die Energie auf dem Platz aber erstmals verpufft. Tino Casali konnte den Elfmeter von Roman Kerschbaum, der nach gefühlt endloser Überprüfung gepfiffen wurde, zwar noch parieren. Wie es an einem solchen Tag aber ebenso ist, sprang der Ball zurück zum Schützen, welcher dann wenig Mühe hatte, einzuschieben.

Nackenschlag zeigte Wirkung

„Wenn du Tabellenletzter bist, hast du solche Spiele. Das tut uns extrem weh“, rang auch Ludovic Magnin im Anschluss um die richtigen Worte. Richtigerweise konstatierte der SCRA-Coach: „Nach dem frühen Nackenschlag haben wir uns 20 Minuten kaum erholt und überhaupt nicht gut gespielt.“ Auch Kapitän Jan Zwischenbrugger kritisierte die schwache Anfangsphase: „Die Admira hat uns zu Beginn den Schneid abgekauft.“  

Doch dann nach diesem ersten Schock fand der SCRA zurück in die Partie und kam eigentlich auch zum Ausgleich. Eigentlich, weil Schiedsrichter Heiß diesmal nicht die Entscheidung des VAR abwartete, sondern ein vermeintliches Foulspiel von Atdhe Nuhiu an Admira-Torwart Leitner sofort abpfiff und dem SCRA das 1:1 damit zu Unrecht aberkannte.

Wenn’s nicht läuft…

Es war die nächste von mehreren Schlüsselaktionen in dieser Partie. Die Dritte in dieser Partie folgte eine gute viertel Stunde später und ebenfalls noch vor der Pause. Edokpolor wurde im Sechzehner regelwidrig von den Beinen geholt, diesmal entschied Heiß richtigerweise auf Elfmeter. Doch auch vom Punkt wollte der Ball an diesem Tag nicht den Weg ins Tor finden. Wie eine halbe Stunde zuvor Tino Casali konnte auch Andreas Leitner parieren – er bugsierte den Ball etwas mehr zur Seite und damit auch aus der Gefahrenzone.

Chance, Gegentor, Verletzung

Auch das 2:0 kurz nach Wiederanpfiff passte zum völlig gebrauchten Samstagabend. Die Admira traf im direkten Konter auf eine eigentlich gute Tormöglichkeit des SCRA. Im Gegensatz zu Dominik Reiter drang Marlon Mustapha voller Entschlossenheit in den Strafraum ein und bezwang Tino Casali zum zweiten Mal. Noch dazu verletzte sich Innenverteidiger Mickael Nanizayamo bei dieser Aktion wohl schwer, eine MRT-Untersuchung am Montag soll weiteren Aufschluss geben.

Insbesondere in der Schlussphase rannte der SCRA dann zwar noch einmal an, ein Treffer wollte aber einfach nicht fallen. Selbst als Christoph Monschein zehn Minuten vor Schluss eigentlich alles richtiggemacht hatte, sprang der Ball vom Innenpfosten wieder zurück ins Feld. „Heute hatten sicher beide meiner Stürmer die Möglichkeit, den Knoten platzen zu lassen. Aber hätte, wäre, wenn & aber sind im Leben nicht entscheidend. Es muss weitergehen“, hat Magnin den Blick bereits wieder auf die nächsten Aufgaben gerichtet.

Aufgeben ist keine Option

„Es war natürlich ein weiterer Schlag ins Gesicht, weil der Abstand jetzt größer wird. Aber das letzte Wort ist noch lange nicht gesprochen“, so der SCRA-Cheftrainer. Nachsatz: „Natürlich ist es momentan auch eine mentale Geschichte, aber entscheidend ist, dass die Mannschaft nicht aufgibt.“ In dieser Hinsicht stimmt auch Jan Zwischenbrugger seinem Coach zu: „Es geht nur über harte Arbeit. Wir stehen momentan ganz unten und müssen uns herauskämpfen.“

Zahlen & Fakten:
Meiste Ballaktionen: Emanuel Schreiner – 64
Meiste Pässe: Stefan Haudum – 38
Beste Passquote: Dominik Reiter – 81,8 %
Meiste Zweikämpfe: Bakary Nimaga – 25
Beste Zweikampquote: Bakary Nimaga – 64 %

CASHPOINT SCR Altach – FC Flyeralarm Admira 0:2 (0:1)
Samstag, 26.02.2022, 17:00 Uhr
 CASHPOINT Arena, 2.703 Zuschauer

Tore: 0:1 Kerschbaum (8.), 0:2 Mustapha (49.)