Am Tag danach ist die deutliche Niederlage beim WAC noch schwer zu verkraften, wollte man doch endlich den Negativtrend beenden. Doch das Spiel gestaltete sich nach dem alt bekannten Muster: Man fand gut rein in die Partie, kassierte ein Gegentor und hatte anschließend keine passende Antwort mehr parat. Akute Abstiegsangst herrscht allerdings noch keine, dafür ist die Punkteteilung ein zu mächtiges Instrument in der Admiral Bundesliga.

Vor dem Spiel gegen Rapid wurde noch von den Top-6 geträumt, die vergangene Woche holte den SCR Altach in die bittere Realität zurück. Nach fünf Niederlagen am Stück ist das obere Playoff zwar rechnerisch immer noch erreichbar, den SCRA beschäftigen aktuell aber andere Dinge. Wie zum Beispiel der Fakt, dass man nun in über 450 Bundesliga-Minuten keinen eigenen Treffer mehr erzielen konnte. Im Interview bei Sky meinte Cheftrainer Canadi, dass „man sich im Winter durch den ein oder anderen Transfer verbessern“ möchte. Dass damit neue Offensivkräfte gemeint sind, lässt sich zwischen den Zeilen gut erkennen.

Zum Spiel gegen den WAC ergänzte Damir, dass bis zum ersten Gegentreffer die Ordnung seiner Mannschaft stimmte. Diese ging allerdings mit dem 0:1 verloren, was den Trainer ziemlich störte. „Mit dem zweiten Tor war es aber dann auch für uns vorbei“, so die Analyse zur zweiten Halbzeit. Dem Gegner wurden anschließend zu viele „Chancen angeboten“ und so ging der Sieg auch in der Höhe verdient. Die Mannschaft gilt es jetzt „aufzurichten“ und für das letzte Spiel bei Ried so vorzubereiten, dass es endlich wieder mit Toren und vor allem wieder mit einem Sieg klappt.

Die Stimmen zur Partie:

Damir Canadi über die fünfte Niederlage in Folge: „Natürlich bin ich enttäuscht. Nichtsdestotrotz ist das jetzt der falsche Moment auf die Mannschaft hinzuhauen. Ganz im Gegenteil, wir werden versuchen sie aufzurichten, denn wir haben noch ein Spiel in Ried. Die Niederlage geht so in Ordnung. Wir waren aber nicht so schlecht, wie das Ergebnis dann war. Wir waren richtig gut im Spiel, speziell erste Halbzeit. Wir hatten einen guten Start in das Spiel. Wir sind dann aber durch die erste Unachtsamkeit in den Rückstand geraten. Dann haben wir ein bisschen die Ordnung verloren, das ist, was uns immer weh tut. Die Systematik hat dann auch ein wenig darunter gelitten. Wir haben dann dem Gegner die ein oder andere Aktionen einfach angeboten. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr geboten. Mit dem zweiten Tor war es aber dann auch für uns vorbei. Da haben wir überhaupt nicht mehr ins Match gefunden. Das ist dann eher was, was mir weniger gefällt, dass wir dann keine Ordnung halten. Dass wir den Gegner dann so viele Chancen bieten, und das müssen wir uns dann auch selber anrechnen leider.“

…über die Fehler: „Deswegen sind wir auf dem Tabellenplatz, wo wir sind. Das müssen wir schleunigst ändern. Das werden wir offen ansprechen und werden auch versuchen das im Winter durch den ein oder anderen Transfer zu verbessern.“

Wolfsberger AC vs. CASHPOINT SCR Altach 3:0 (1:0).
Sonntag, 05.12.2021, 17:00 Uhr
Lavanttal Arena, Wolfsberg

Tore: 1:0 Baribo (38.), 2:0 Vizinger (70.), 3:0 Peretz (77.)