Saisonende für Altach / Vorderland: In ihrer ersten Saison als Spielgemeinschaft schließen sie auf Rang 6 ab, durch den Sieg bei Wacker Innsbruck kletterte man in der Frühjahrestabelle sogar noch auf den dritten Platz. Aufgrund eines kurzfristigen Ausfalls von Kapitänin Metzler musste Schneider in der Innenverteidigung aushelfen. Am Ende besiegte man Wacker klar, auch wenn das Spiel keinen Leckerbissen darstellte.

Dabei fand man nicht wirklich gut in die Partie und ging eher glücklich in Führung: Eileen Campbell entwickelte sich in Minute 6 kurzer Hand zum Kopfballungeheuer und traf nach einer Ecke zum 0:1. Davor hätte durchaus Innsbruck schon treffen können, Wacker allgemein mit überraschend viel Spielanteilen zu diesem Zeitpunkt.

Tempovorteil entscheidet Partie

So dauerte es bis kurz vor dem Halbzeitpfiff ehe die Vorarlberginnen für klare Verhältnisse sorgen konnten: Zuerst überlief Linda Natter die gesamte Tiroler Abwehr samt Torfrau Rieder (43.) und stellte auf 0:2, kurz darauf sagte Rieke Tietz aus nächster Entfernung „Danke“ und schob nach Abpraller zur Drei-Tore-Halbzeitführung ein.

Die Spielgemeinschaft zeigte wahrlich nicht sein bestes Spiel, gegen den Drittletzten der Tabelle sollte diese Leistung dennoch genügen. Die Tirolerinnen holte man allerdings zurück ins Spiel (51.): Ein zu kurz geratener Rückpass von Bendhim wurde von Hochmuth aufgenommen und allein vor Koretic zum Anschluss verwertet. Ansonsten war die mangelnde Durchschlagskraft der Außenseiterinnen zu spüren, Koretic nicht wirklich mit einem Arbeitsnachweis an jenem Nachmittag.

Doch erneut sollte die Geschwindigkeit, welche die SPG an den Tag legte, den Unterschied machen: Linda Natter nahm einer Verteidigerin 10 Meter im Sprintduell ab und schloss konsequent ab (62.). Zum 4. Mal erklang die Altacher Torhymne und das bei einem Auswärtsspiel. Danke an dieser Stelle an Wacker! Unser Nachwuchstalent wollte allerdings mehr und ließ ihren dritten Treffer folgen: 85. Minute, Campbell zu Tietz, diese legte quer auf Natter – 1:5!

Kurz vor dem Ende ermöglichte Trainer Bernhard Summer der jungen Torfrau Lena-Marie Winkler noch ihre Bundesligadebüt: Die 2005 geborene Deutsche durfte ab der 87. Minute erstmals Bundesligaluft schnuppern. Einen Freistoß galt es noch zu entschärfen (90.), danach beendete Schiedsrichter Temizkan das Spiel und sogleich die Saison.

Letzter Auftritt von Pinther und Gajdek

Die Partie in Imst stellte zugleich ein finales Auflaufen im SPG Dress für Viktoria Pinther und Vanessa Gajdek dar. Für die 23-Jährige Stürmerin endet damit das Engagement bereits nach einem Jahr. Dennoch zeigte sich Viktoria via Instagram sichtlich dankbar für die Zeit in Vorarlberg: „Danke für so unglaubliche Menschen, die ich jetzt meine Freunde nennen darf!“ Pinther verbuchte in dieser Saison sieben Treffer in der Liga und eines im Pokal.

Auch für Vanessa Gajdek geht die Zeit in schwarz-weiß zu Ende. Die 16-jährige Verteidigerin verlässt Österreich zusammen mit ihrer Familie und wird in ihrem neuen zu Hause in Bulgarien eine neue sportliche Herausforderung suchen. Wir bedanken uns recht herzlich bei beiden Spielerinnen und wünschen ihnen alles Gute auf ihrem weiteren Weg. Dasselbe gilt auch für Briana Woodall, Tatjana Baliceva sowie Carlotta Nardi, welche ebenfalls die SPG verlassen werden.

Mutiger Ausblick

Nun gehen die Spielerinnen erstmals in den wohlverdienten Urlaub, am 5. Juli beginnt die Vorbereitung auf die neue Saison. In der kommenden Spielzeit wird das Ziel sein, noch besser in der Liga abzuschneiden und immer konkurrenzfähiger zu werden. Der Sportliche Leiter Tobias Thies hielt schon vor Monaten in einem Interview fest: „In drei bis fünf Jahren wollen wir zu den Top-2 in der österreichischen Liga zählen!“ Dass die Entwicklung zum Spitzenklub Zeit benötigt, ist jedem bei der Spielgemeinschaft bewusst. Der nächste Schritt soll nun 2022/23 gesetzt werden.

Wacker Innsbruck vs. SPG SCR Altach / FFC Vorderland 1:5 (0:3)
Samstag, 28.5.2022, 14:00 Uhr
Velly Arena Imst, 50 Zuschauer


Tore: 0:1 Campbell (6.), 0:2 Natter (42.), 0:3 Tietz (45.), 1:3 Hochmuth (52.), 1:4 Natter (62.), 1:5 Natter (85.)