Der Triumphzug hält an! Die SPG Altach / Vorderland gewinnt auch beim Rekordmeister USV Neulengbach und baut damit die Siegesserie auf sechs gewonnene Partien in der Bundesliga aus. Durch den dritten 1:0 Sieg in Folge schraubt die Spielgemeinschaft ihr Punktekonto auf 40 Zähler. Linda Natter steuert auf dem besten Wege auf die Torjägerkanone zu.

Einseitige erste Halbzeit

Eine tabellarische Auswirkung konnte die Partie nicht mehr haben, sowohl Neulengbach als auch Altach wussten vor Anpfiff, dass an ihren Endplatzierungen Vierter beziehungsweise Dritter nichts mehr zu ändern ist. Als Spiel um die goldene Ananas wollte es aber keiner der beiden Trainer ansehen, Bernhard Summer hoffte auf eine Bestätigung der zuletzt gezeigten Leistungen. Und genau so trat sein Team im Wienerwaldstadion auch auf: Eileen Campbell hatte bereits früh die Führung auf dem Fuß. Ein Geschenk von Torhüterin Rusek blieb aber ungeöffnet. Bei einem Eckball kurz darauf machte die USV-Schlussfrau wieder eine bessere Figur: ein Kopfball von Campbell sorgte für Gefahr, Rusek packte zu.

Von Neulengbach in der ersten Hälfte offensiv gar nichts zu sehen, Voll nahm bis dahin nur eine Statistenrolle ein. In Minute 29 dann der verdiente Führungstreffer für die Ländle-Elf: Tietz öffnete das Spiel mit einem herrlichen weiten Ball, Natter war mit dem Kopf schneller am Ball als Torhüterin Rusek und die Kugel rollte ins verwaiste Tor. Angreiferin und Torfrau krachten bei dieser Aktion heftig zusammen, beide konnten aber zum Glück weiterspielen. Vorbei hingegen war die Partie für Eileen Campbell nach 35 Minuten: Die Nationalspielerin wurde vorsichtshalber nach einem Schlag auf den Oberschenkel ausgewechselt. Auch ohne Eileen strahlte Altach Gefahr aus: Einen scharf hereingezogenen Freistoß von Olsen verpasste Horvat nur knapp. Verdiente Führung zur Pause dank Natters 18. Saisontor. Damit führt die Bregenzerwälderin eine Runde vor Schluss drei Treffer vor Teamkollegin Campbell die Schützenliste an.

Ähnliche Tonart

Auch nach Seitenwechsel änderte sich nicht viel am Spielgeschehen. Ein Fernschuss von Olsen nach gut einer Viertelstunde aber erstmals das Gefährlichste, was die SPG zu Stande brachte. Die Chancenverwertung wohl das einzige, was das Trainerteam der Spielgemeinschaft am Sonntagmittag vorwerfen konnte, denn ab der 70. Minute fand die Offensivabteilung reihenweise Möglichkeiten vor, um den Sack zuzumachen. Zunächst haute Julia Kofler nach einer Ping-Pong Aktion im Neulengbacher Strafraum die Kugel volley drüber (75.), Minuten später setzte die eingewechselte Albrecht nach einem schönen Solo erneut die Kärntnerin in Szene, dieses Mal scheiterte Kofler noch knapper als zuvor. Dazwischen gesellte sich ein harmloser Fernschuss von Sauer, Charlotte Volls einziger Beschäftigungsnachweis fiel einfach aus. Kurz vor dem Ende ließen die Vorarlberginnen erneut in Person von Kofler das 0:2 liegen: nach einem langen Ball setzte sich unsere 19 gekonnt durch und zog alleine auf Rusek zu, diese schnappte der Angreiferin aber beim Vorbeilegen das Leder vom Fuß.

So blieb es beim Minimalergebnis, Charlotte Voll spielte zum dritten Mal in Folge zu Null. Die Rekordsaison wird mit einem Heimspiel am kommenden Sonntag abgeschlossen, in der CASHPOINT Arena wartet neben der Partie gegen Austria Wien ein buntes Rahmenprogramm. Detaillierte Infos sind in Bälde auf unserer Homepage zu finden, gemeinsam feiern wir im Namen des gesamten CASHPOINT SCR Altach einen würdigen Saisonabschluss!

USV Neulengbach vs. SPG SCR Altach / FFC Vorderland 0:1 (0:1)
Sonntag, 28.5.2023, 12:00 Uhr
Wienerwaldstadion, 150 Zuschauer

Tor: 0:1 Natter (29.)

Fotocredits: frauenfussball_at