Der CASHPOINT SCR Altach gewinnt auch das zweite Ländle-Derby der Saison. Gegen Austria Lustenau präsentieren sich die Rheindörfler bärenstark und gewinnen völlig verdient mit 3:0 (1:0).

Die Rheindörfler kamen gut ins Spiel: Noch keine zwei Minuten auf der Anzeigetafel, da klopfte Gustavo Santos erstmals bei Domenik Schierl an. Seinen Linkschuss vom Sechzehner konnte der Austria-Goalie bändigen, weil er etwas zu zentral gesetzt war. Keine Chance hatte Schierl beim zweiten Abschluss auf sein Tor. Lukas Fadinger zirkelte eine Freistoßflanke genau auf den Kopf von Lukas Gugganig, der unwiderstehlich einköpfelte und auf 1:0 stellte.

Und die Rheindörfler blieben drauf: Auch die dritte Strafraumaktion des Spiels gehörte dem Heimteam. Eine Eckball-Flanke nahm Paul Koller mit dem Kopf ab, hatte aber zu viel Rücklage und setzte den Ball drüber. In der 16. Minute hätte Gustavo dann bereits nachlegen müssen. Eine Idealvorlage von Christian Gebauer brachte der Brasilianer aus einem Meter nicht im leeren Tor unter.

Zweiter Gugganig-Treffer zählt nicht

Es war zunächst ein kleiner Knick im Altacher Spiel. Im Offensivspiel war man nicht mehr so flüssig und die Fehleranzahl häufte sich, ohne das Lustenau Kapital daraus schlagen konnte. Kurz vor der Pause brandete dann aber zum zweiten Mal Torjubel auf. Er war leider nur von kurzer Dauer. Lukas Gugganig war diesmal beim Freistoß von Fadinger einen Hauch im Abseits gestanden. Es wäre sein zweiter Treffer am heutigen Abend gewesen. Es dauerte bis zur Nachspielzeit der ersten Hälfte, ehe Daniel Tiefenbach den ersten Lustenauer Tor-Schuss abgab, allerdings über den Kasten von Dejan Stojanovic. So ging es mit der hochverdienten Altacher Führung in die Pause.

Aus dieser kamen die Rheindörfler erneut spritziger und dem ersten Abschluss von Dominik Reiter, dem neuerlich ein Fadinger-Freistoß vorausgegangen war. Schierl hatte diesmal aber keine Probleme. Auch für die zweite gefährliche Situation war Reiter verantwortlich. Nachdem sich Jäger im Zweikampf robust behauptete nahm er Reiter mit, welcher aus 25 Meter abzog. Ein Lustenauer fälschte das Geschoss ab, letztlich kullerte der Ball aber am Tor vorbei.

Gustavo besorgt das 2:0

Nach genau einer Stunde belohnten sich die Rheindörfler dann endlich für den betriebenen Aufwand. Fadinger setzte Dominik Reiter sehenswert in Szene, welcher uneigennützig auf seinen Nebenmann Gustavo Santos querlegte. Der Brasilianer hatte diesmal keine Probleme und besorgte das völlig verdiente 2:0 für die Rheindörfler.

Lustenauer Fanblock sorgt für Unterbrechung

Fünf Minuten später sorgten dann die Fans vom Gegner für völlig unnötige Szenen: Mehrere Explosionen im Fanblock und Raketen, die auf den Platz flogen, bewogen Schiedsrichter Jäger zu einem Unterbruch der Partie. Es dauerte fast zehn Minuten, ehe die Partie doch fortgesetzt werden konnte.

Als wieder Fußball gespielt werden konnte, zeigte der enorm fleißige Dominik Reiter gleich wieder mit einer starken Einzelaktion auf. Er setzte sich im Lustenauer Getümmel durch und schloss dann aus 20 Metern ab. Sein Schuss hatte aber zu wenig Tempo, Schierl war zur Stelle. Es standen dann schon 80 Minuten auf der Anzeigetafel, als Joachim Standfest den ersten Wechsel vornahm: Für Torschütze Gustavo Santos kam Noah Bischof ins Spiel. Kurze Zeit später war auch für Dominik Reiter Schluss, Jan Jurcec übernahm seinen Part.

Bähre haut den Deckel drauf

In der 87. Minute sorgte dann Mike Bähre für die Entscheidung in einer völlig einseitigen Partie. Ein Fadinger-Schuss blieb zuvor noch hängen, der Ball sprang zum Deutschen, welcher den Ball unwiderstehlich ins lange Eck schlenzte. Kurz darauf hätte Noah Bischof sogar nachlegen müssen, scheiterte aber alleinstehend vor Schierl. Das Schiedsrichterteam zeigte dann eine gleich 14-minütige Nachspielzeit an, um den langen Unterbruch zu kompensieren.

Die Nachspielzeit war dann knapp fünf Minuten alt, da tauchte Bischof, nach starkem Bähre-Pass, erneut alleine vor Domenik Schierl auf. Wieder blieb der Austria-Goalie Sieger. Joachim Standfest zog dann auch seine letzten drei Wechsel: Für Fadinger, Lukacevic und Gebauer kamen Abdijanovic, Edokpolor und Ingolitsch.

Abdijanovic trifft die Latte

Amir Abdijanovic war noch keine zwei Minuten auf dem Platz, da hätte er beinahe traumhaft erhöht. Eine Bähre-Flanke nahm der Youngster sehenswert per Seitfallzieher, scheiterte aber an der Querlatte.

Am Spielstand änderte sich nichts mehr, am Ende war die Austria mit dem 3:0 noch gut bedient. Der SCR Altach beendet das Heimjahr auf spektakuläre Weise, ein Derbysieg, welcher noch lange in Erinnerung bleiben wird!

CASHPOINT SCR Altach vs. SC Austria Lustenau 3:0 (1:0) 
Dienstag, 05.12.2023, 19:00 Uhr
CASHPOINT Arena, Altach

Tore: 1:0 Gugganig (6.), 2:0 Santos (60.), 3:0 Bähre (77.)