Der Traum platzt im Endspiel – im ÖFB Frauencup Finale verliert die Spielgemeinschaft Altach / Vorderland gegen Seriensieger St. Pölten mit 1:3. Dabei konnte das Team von Bernhard Summer die Partie lange offenhalten, erst ein Eckball eine Viertelstunde vor Ende entschied die Partie zugunsten der Niederösterreicherinnen.

Keine Überraschungen bot das Trainerteam in der Startelf auf. Pokaltorhüterin Janine Koretic stand auf dem Platz, ebenso wie Campbell, Tietz, Olsen und Natter in der Offensive. Begleitet von rund 100 Altach Anhängern waren Metzler und Co. gewillt die Sensation zu schaffen.

Und der erste Abschluss der Partie gehörte den Vorarlbergerinnen: Campbell zog über die linke Außenbahn in den Strafraum ein, der Abschluss riss ihr allerdings ab (2.). St. Pölten wurde erstmals nach 8 Minuten gefährlich: Kofler blockte nach einem Laufduell mit Mattner deren Schuss zur Ecke ab. Auch dieser Standard nicht von schlechten Eltern – am Ende klärte die SPG im Verbund.

Doppelschlag für SKN

Kurze Zeit darauf ereignete sich jenes Laufduell erneut, dieses Mal setzte sich Mattner allerdings durch und traf via Innenpfosten ins Gehäuse. Ärgerlicher Rückstand (13.). Geschockt zeigte sich das Team von Bernhard Summer aber nicht, nur wenige Augenblicke später hätte beinahe Bereuter nach einem Freistoß mit einem Volleyabschluss die Partie wieder egalisiert (15.). Effizienter war der Seriensieger in dieser Anfangsphase unterwegs: Eder kam in der 18. Minute im Fünfer mit dem Kopf zum Abschluss und besorgte das 2:0. Koretic zwar noch dran, aber der Ball zappelte im Netz.

Olsen schürt Hoffnung

Das Spiel zu diesem Zeitpunkt gar nicht so deutlich, wie es der Spielstand vermuten ließ. Die SPG kämpfte gut und zeigte auch immer wieder ihre individuelle Klasse. So auch in Minute 35: Maria Olsen zog via Freistoß aus halbrechter Position einfach einmal ab und die Kugel senkte sich perfekt ins lange Eck. Der verdiente Anschlusstreffer! Die Spielgemeinschaft blieb am Drücker: Kofler fand per Flanke in der Box Tietz, welche nochmals auf Natter ablegte. Der Schuss der Mellauerin allerdings direkt abgeblockt (41.).  Mit dem knappen Rückstand ging es in die Pause.

St. Pölten spielt Vorsprung runter

Der erste Abschluss gehörte im zweiten Durchgang dann den Wölfinnen: Eder aus der Distanz, Koretic sicher (49.). Die Niederösterreicherinnen in der Folge dann aber ungewohnt defensiv unterwegs, die eigene Torsicherung stand beim Meister im Fokus. Bei einer langen Flanke hätte es beinahe im St. Pölten Strafraum gebrannt, Schlüter packte im Nachfassen zu (55.). Allgemein spielte sich in dieser Phase aber relativ wenig vor den Strafräumen ab, die SPG wartete noch auf die eine, sich bietende Chance.

Doch diese sollte sich in der Phase der Partie nicht ergeben, im Gegenteil. In der 77. Minute bekam unser Team einen Eckball nicht sauber verteidigt, Mattner staubte in der Mitte ab – das 1:3 die Vorentscheidung. Und am Ergebnis sollte nicht mehr wirklich gerüttelt werden, den Vorarlbergerinnen war anzumerken, dass die Kräfte schwanden. Bernhard Summer wechselte in der zweiten Hälfte zwar fünfmal (Müller, Schneider, Walter, Albrecht & Lins kamen), einen Einfluss sollte es aber keinen mehr haben.

So verliert die Spielgemeinschaft Altach / Vorderland ihr erstes Cupfinale gegen St. Pölten mit 1:3. Die Schwarz-Weißen zeigten eine ordentliche Leistung, gegen den Seriensieger hätte es aber wohl noch ein bisschen mehr benötigt. Dennoch eine fantastische Cup-Saison für die SPG, nächstes Jahr wird der nächste Versuch gestartet!

SKN St. Pölten vs. SPG SCR Altach / FFC Vorderland 3:1 (2:1)
Montag, 1.5.2023, 15:00 Uhr
ERGO Arena, Wiener Neustadt

Tore: 1:0 Mattner (13.), 2:0 Eder (18.), 2:1 Olsen (35.), 3:1 Mattner (77.)