Der SCR Altach steht erstmals in der Vereinsgeschichte im Finale des UNIQA ÖFB Cup. Im Halbfinale gegen den FC Red Bull Salzburg erzielte Kapitän Lukas Jäger kurz vor dem Pausenpfiff das entscheidende Goldtor.

Bereits vor dem Anpfiff entschieden die Altacher das erste Duell für sich: Sowohl zahlenmäßig als auch stimmungstechnisch übertrafen die mitgereisten Fans den Anhang der Hausherren deutlich.

Yeo trifft die Stange

Sportlich gehörte die Anfangsphase allerdings den „Bullen“. Eine Flanke von Terzic setzte Yeo zur Erleichterung der Altacher an den Pfosten – Goalie Dejan Stojanovic wäre wohl ohne Abwehrchance gewesen. Zehn Minuten später rettete Filip Milojevic mit einer starken Defensivaktion gegen den erneut durchbrechenden Yeo.

Der SCRA tat sich in der Anfangsphase schwer. Salzburg stellte die Passwege geschickt zu, zudem fehlte es den Vorarlbergern an Präzision im Aufbauspiel. Möglicherweise spielte auch die Nervosität angesichts der erstmaligen Halbfinal-Teilnahme eine Rolle.

Nach rund 25 Minuten lösten die Rheindörfler jedoch die Handbremse. Nach einer gelungenen Pressingaktion wurde Ousmane Diawara steil in den Strafraum geschickt, doch Gadou verhinderte mit einer spektakulären Grätsche den Abschluss des Schweden.

Doppeltes Aluminiumpech für Altach

Auf der Gegenseite versuchte es Terzic mit einem Distanzschlenzer, stellte Stojanovic jedoch vor keine allzu große Herausforderung. Die vermeintlich größten Altacher Möglichkeiten vor der Pause hatten dann Mohamed Ouedraogo und Ousmane Diawara.

In Minute 39 zog Ouedraogo aus gut 22 Metern ab und traf – wie zuvor schon Yeo – nur das Aluminium. Fünf Minuten später scheiterte Diawara ebenfalls am Gebälk: Nach einem Zuspiel von Ouedraogo donnerte er den Ball aus kurzer Distanz an die Latte.

Jäger trifft vor der Pause

Kurz vor dem Seitenwechsel durften die Altacher Fans dennoch jubeln. In der 45. Minute schlug Patrick Greil eine maßgeschneiderte Flanke auf den Kopf von Lukas Jäger, der zur vielumjubelten 1:0-Führung einköpfte. Danach wurde die Partie nicht mehr angepfiffen – Altach ging mit der knappen Führung in die Halbzeit.

Stojanovic hält die Führung fest

Nach Wiederbeginn übernahmen die Salzburger sofort die Initiative, doch Konate konnte eine Hereingabe nicht entscheidend verwerten. Auf der anderen Seite kam erneut Altach nach einer Greil-Flanke zum Abschluss, doch Filip Milojevic wurde entscheidend gestört.

In der 54. Minute verhinderte Dejan Stojanovic mit einem starken Reflex den Ausgleich. Eine scharfe Terzic-Flanke wurde immer länger und zwang den Altach-Schlussmann zu einer Glanzparade. Kurz nach der Stunde hatten die Gäste erneut Glück, als Yeo aus wenigen Metern das nahezu leere Tor verfehlte. Salzburg bestimmte nun klar das Geschehen, Altach verteidigte jedoch mit großem Einsatz und Disziplin.

Joker Hrstic mit der Riesenchance

In Minute 66 brachte Trainer Ognjen Zaric mit Srdjan Hrstic frische Kräfte für die Offensive. Der Joker stand kaum zwei Minuten auf dem Feld, als sich ihm die große Chance zum 2:0 bot. Nach einem missglückten Klärungsversuch von Schuster kam der Ball zu Hrstic, der jedoch direkt per Kopf abschloss, anstatt den Ball anzunehmen – die Kugel segelte über die Latte.

Dass sich diese vergebene Möglichkeit nicht rächte, war erneut Stojanovic zu verdanken, der wenig später einen Abschluss von Alajbegovic glänzend parierte. Patrick Greil musste anschließend mit Krämpfen vom Feld, für ihn kam Erkin Yalcin. In der Schlussphase ersetzte zudem Alex Gorgon Yann Massombo.

Altach warf in den letzten Minuten alles in die Waagschale. Tief in der Nachspielzeit hätte Yalcin beinahe noch erhöht, scheiterte jedoch freistehend an Alexander Schlager.

Am Ende spielte das keine Rolle mehr: Der SCR Altach feierte gemeinsam mit über 400 mitgereisten Fans den historischen Finaleinzug. Ausgespielt wird dies am 1. Mai in Graz - wer der Gegner ist, wird in der Abendpartie SV Ried vs. LASK ermittelt. 

FC Red Bull Salzburg vs. SCR Altach 0:1 (0:1) 
Mittwoch, 04.03.2026, 18 Uhr
Red Bull Arena, Salzburg

Tor: 0:1 Jäger (45.)