Klassenerhalt fixiert: SCRA geht in seine 16. Bundesliga-Saison
Erneut gibt der SCRA eine Zweitore-Führung aus der Hand - am Ende reicht es trotzdem, um den Klassenerhalt zu fixieren.
Erneut gibt der SCRA eine Zweitore-Führung aus der Hand - am Ende reicht es trotzdem, um den Klassenerhalt zu fixieren.

Der SCR Altach feiert den Klassenerhalt und wird auch in der kommenden Saison in der Bundesliga spielen – es ist die 16. Spielzeit der Rheindörfler im Oberhaus. In einer verrückten Partie trennte sich der SCRA vom GAK mit 2:2 (1:0). Dass eine Zwei-Tore-Führung in den Schlussminuten noch aus der Hand gegeben wurde, geriet angesichts des erreichten Ziels schnell zur Nebensache.
Schon rund eineinhalb Stunden vor Anpfiff setzte in Graz strömender Regen ein. Auf tiefem Geläuf war früh klar, dass an diesem Abend vor allem Kampfgeist gefragt sein würde. Der Ball blieb immer wieder im nassen Rasen hängen, weshalb hohe Bälle bei beiden Teams zum bevorzugten Mittel wurden.
Die erste gefährliche Aktion gehörte dem SCRA: In der neunten Minute gelangten die Rheindörfler erstmals in den Strafraum der Gastgeber. Ein holprig vorgetragener Konter landete schließlich bei Srdjan Hrstic, der immerhin einen Eckball herausholen konnte. Fünf Minuten später bot sich Patrick Greil die bis dahin größte Chance des Spiels. Ein abgefälschter Pass von Hrstic landete direkt vor seinen Füßen, doch sein Abschluss aus zehn Metern fiel zu zentral aus – Franz Stolz parierte.
Nach rund 20 Minuten musste auch Dejan Stojanovic erstmals entscheidend eingreifen. Einen scharfen Abschluss von Harakate entschärfte der Altacher Schlussmann stark. Einen Freistoß von Grosse kurz darauf hielt er ohne Probleme fest.

Greil mit Traumtor
In einer Partie, in der der Ball auf dem tiefen Boden kaum berechenbar war, brauchte es schließlich einen echten Geistesblitz: Patrick Greil erkämpfte sich an der Seitenlinie den Ball, hob kurz den Blick und überhob Franz Stolz mit einem sensationellen Schuss ins lange Eck zur Altacher Führung. Mit diesem Traumtor ging der SCRA in die Halbzeitpause.
Der zweite Durchgang begann mit knapp 20 Minuten Verspätung, nachdem technische Probleme mit den Headsets des Schiedsrichtergespanns aufgetreten waren. Am Spielverlauf änderte sich jedoch wenig: Kombinationsfußball blieb auf dem schweren Rasen weiterhin schwierig. Nach 57 Minuten zeigte Altach dennoch einen gelungenen Angriff. Greil schickte Bähre auf die Reise, doch Stolz reagierte aufmerksam.
Demaku legt nach
Nur zwei Minuten später durfte der SCRA erneut jubeln: Vesel Demaku traf – wie schon im Cupfinale eine Woche zuvor – mit einem satten Abschluss aus der Distanz zum 2:0.
Kurz darauf wurde es auf der Gegenseite hektisch. Dejan Stojanovic ging gegen Harakate kompromisslos zum Ball und spielte diesen klar. Dennoch zeigte der Schiedsrichter zunächst auf den Punkt. Nach Überprüfung wurde die Entscheidung zurecht zurückgenommen. In Minute 71 kam Pines nach einem Eckball zum Abschluss, setzte seinen Kopfball jedoch deutlich über das Tor.
Ognjen Zaric brachte in der Schlussphase Lukas Gugganig für Patrick Greil ins Spiel, wenig später ersetzte Ousmane Diawara Stürmer Srdjan Hrstic. Der SCRA verteidigte leidenschaftlich und setzte immer wieder Nadelstiche. In der 83. Minute tankte sich Ouedraogo über die linke Seite durch und bediente Massombo, dessen Abschluss aus rund 16 Metern jedoch zu wenig Druck hatte.
GAK gleicht in der Schlussphase aus
In der Schlussphase drückte der GAK noch einmal vehement. Dejan Stojanovic entschärfte zunächst einen tückischen Flankenball stark, ehe Daniel Maderner in der 90. Minute per Volley aus kurzer Distanz den Anschlusstreffer erzielte. Tief in der Nachspielzeit wurde es nochmals brenzlig: Erst verzog Maderner einen Seitfallzieher knapp, dann traf Satin mit der letzten Aktion der Partie tatsächlich noch zum 2:2-Ausgleich.
Doch trotz des späten Gegentreffers überwog am Ende die Freude: Das Remis reicht dem SCR Altach zum fixierten Klassenerhalt – und damit zur 16. Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte.
Grazer AK vs. SCR Altach 2:2 (0:1)
Samstag, 09.05.2026, 17 Uhr
Merkur Arena, Graz
Tore: 0:1 Greil (37.), 0:2 Demaku (60.), 1:2 Maderner (87.), 2:2 Satin (96.)