SCRA unterliegt dem LASK im Cup-Finale
Die Rheindörfler liefern über 120 Minuten einen packenden Fight und verlassen Klagenfurt erhobenen Hauptes.
Die Rheindörfler liefern über 120 Minuten einen packenden Fight und verlassen Klagenfurt erhobenen Hauptes.

Nach 120 intensiven Minuten musste sich der SCR Altach im UNIQA ÖFB-Cup-Finale knapp geschlagen geben. Die Rheindörfler lieferten dem LASK einen großen Kampf, gingen zweimal in Führung – am Ende fehlten jedoch Nuancen zum Titelgewinn.
Der LASK startete mit viel Tempo in die Partie. Bereits nach eineinhalb Minuten war Dejan Stojanovic erstmals gefordert, blieb gegen Jörgensen aber aufmerksam und zur Stelle.
Greil trifft mit der ersten Chance
Mit ihrer ersten Offensivaktion schlugen die Altacher eiskalt zu: Ein weiter Einwurf von Ouedraogo wurde zunächst aus dem Strafraum geklärt, landete jedoch genau vor den Füßen von Patrick Greil. Altachs bester Saisontorschütze zögerte nicht und stellte auf 1:0.
LASK antwortet prompt
Die Linzer ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und schlugen umgehend zurück. Eine Horvat-Flanke fand Usor im Zentrum, der ebenso kaltschnäuzig verwandelte wie zuvor Greil. Der LASK blieb am Drücker: In der 20. Minute traf Adeniran zur vermeintlichen Führung, doch nach VAR-Überprüfung wurde der Treffer wegen eines Fouls an Jäger aberkannt.
Erst danach konnte sich der SCRA wieder etwas befreien. Ouedraogo bediente Greil per Kopf, doch dessen Abschluss stellte Jungwirth vor keine Probleme. Auf der Gegenseite glänzte erneut Stojanovic: Erst lenkte er einen Schuss von Adeniran zur Ecke, dann parierte er auch gegen Kalajdzic.

Demaku mit einem Traumtor
Nach rund einer halben Stunde folgte der nächste Altacher Höhepunkt: Greil legte auf Vesel Demaku ab, der den Ball aus 17 Metern sehenswert im oberen Eck versenkte. Kurz vor der Pause bot sich sogar die Chance auf das dritte Tor – Greil scheiterte mit einem Schlenzer, Milojevic köpfte wenig später drüber. Mit der knappen Altacher Führung wurden die Seiten getauscht.
LASK kommt zurück
Auch die zweite Hälfte begann mit Druck der Linzer. Stojanovic musste gleich mehrfach eingreifen, unter anderem gegen Jörgensen und Kalajdzic. Auf der Gegenseite sorgte Ouedraogo nach gut einer Stunde erstmals wieder für Gefahr, fand mit seiner Hereingabe jedoch keinen Abnehmer.
In Minute 66 fiel schließlich der Ausgleich: Adeniran nahm einen langen Ball direkt per Volley und ließ Stojanovic keine Chance.
Dramatische Schlussphase
In der Schlussphase boten sich Chancen auf beiden Seiten. Ein kurioser Beinahe-Eigentreffer von Cissé landete auf dem Tor, während Jäger per Kopf Jungwirth prüfte. Kurz vor Schluss hatte der LASK die große Möglichkeit zur Führung, doch Adeniran verzog.
In der Nachspielzeit jubelten die Linzer bereits über das 3:2, doch erneut rettete der VAR den SCRA – Abseits. Es ging in die Verlängerung.
Verlängerung entscheidet das Finale
Dort erwischte erneut der LASK den besseren Start. Stojanovic verhinderte zunächst noch mit einer starken Parade gegen Adeniran Schlimmeres. Doch in der 100. Minute war er machtlos: Bello traf am zweiten Pfosten zur Führung.
Nur drei Minuten später folgte die Entscheidung – erneut durch Adeniran, der nach Vorarbeit von Kalajdzic zum 4:2 vollendete.
Rote Karte und das Ende der Hoffnung
Die letzten Hoffnungen des SCRA schwanden endgültig, als Marlon Mustapha nach einem harten Einsteigen die rote Karte sah. In Unterzahl war keine Aufholjagd mehr möglich.
Trotz der bitteren Niederlage können die Rheindörfler erhobenen Hauptes abreisen. Nach einer starken Cup-Saison fehlte am Ende nur ein kleines Stück, um Vereinsgeschichte zu schreiben.
Glückwünsche gehen an den LASK, der sich als fairer Finalgegner erwies und eine tolle Cup-Saison mit dem Titel krönte.
LASK vs. SCR Altach 4:2 n.V. (1:2)
Freitag, 1. Mai, 16 Uhr
Wörthersee Stadion, Klagenfurt
Tore: 0:1 Greil (5.), 1:1 Usor (10.), 1:2 Demaku (30.), 2:2 Adeniran, 3:2 Bello (101.) 4:2 Adeniran (104.)
Rote Karte: Mustapha (108.)