Vor der anstehenden Länderspielpause empfing der SC Rheindorf Altach den amtierenden Meister Sturm Graz. Über 6.400 Zuschauer waren ins Schnabelholz gepilgert, am Ende mussten sich die Gastgeber unglücklich mit 0:2 geschlagen geben.

Trainer Fabio Ingolitsch musste auf den gesperrten Ouedraogo verzichten, der in Linz Gelb-Rot gesehen hatte. Ersetzt wurde er von Leonardo Lukacevic, die zweite Änderung in der Startelf betraf Mike Bähre, der nach seiner Gelbsperre wieder von Beginn an mit dabei war.

Die Gäste aus der Steiermark legten gleich mit Dampf los und wollten die Rheindörfler tief in die eigene Hälfte drängen. Horvat und Malone versuchten sich an Abschlüssen, konnten aber noch nicht für Gefahr sorgen. Auf der Gegenseite wurden die Hausherren nach knapp zehn Minuten erstmals im gegnerischen Sechzehner vorstellig. Eine Hereingabe von Jäger in Richtung Mustapha konnte in letzter Sekunde von Lavalee geklärt werden. 

Großchance für Mustapha

Die nächste Gelegenheit hatten ebenfalls die Gastgeber und diese fiel in die Kategorie „Topchance“. Mustapha wurde ideal von Diawara in Szene gesetzt, brachte die Kugel allerdings mit seinem Direktschuss nicht an Keeper Christensen vorbei. 

Der SCRA hielt gegen die spielerisch starken Grazer gut dagegen, verteidigte geschickt und ließ nicht viel zu. Selbst gelang es, mit gefälligem Spiel einige Nadelstiche nach vorne zu setzen. Wie beispielsweise in Minute 35, als sich Lukacevic ein Herz fasste und abzog, aber zu hoch zielte. 

Weitere nennenswerte Chancen fand keines der beiden Teams mehr vor und so ging es nach 45 Minuten mit dem torlosen Remis in die Pause.

Spiel bleibt spannend

Nach Wiederbeginn waren etwas mehr als sechs Minuten absolviert, da musste SCRA-Schlussmann Dejan Stojanovic erstmals an diesem Nachmittag seine Klasse zeigen. Sturm lief einen schnellen Gegenstoß, den am Ende Malone mit einem Schuss aufs lange Eck abschloss. Der 32jährige Keeper streckte sich und verhinderte mit seiner Parade einen Gegentreffer.

Bis zur nächsten Möglichtkeit des SCRA dauerte es bis Minute 65. Eher zufällig kam Diawara zum Abschluss, ein Bein eines Grazer Verteidigers war dazwischen und klärte somit zur Ecke, die nichts einrachte. Auf der Gegenseite lag die Kugel dann zwar im Tor, Kiteishvili hatte getroffen. Allerdings wurde Lukacevic in der Entstehung von Horvat gefoult, was vom Schiedsrichter auch geahndet wurde.

Dann waren wieder die Altacher an der Reihe, Mustapha steckte ideal auf Greil durch, der vor Christensen auftauchte. Aber auch in dieser Szene sollte der Torhüter als Sieger hervorgehen. Es lief die 78. Minute, da fanden die „Blackies“ ihre bis dahin mit Abstand beste Möglichkeit vor. Kiteishvili verlängerte eine Flanke per Kopf, der eingewechselte Grgic stand plötzlich völlig alleine vor Stojanovic. Der Kopfball des Grazer Offensivakteurs ging aber aus Altacher Sicht zum Glück am Gehäuse vorbei.

Entscheidender Gegentreffer vom Elferpunkt

Die Steirer waren nun am Drücker und gute sieben Minuten vor dem Ende gab es Strafstoß für den amtierenden Meister. Ingolitsch brachte Beganovic im Strafraum zu Fall, den fälligen Elfmeter verwandelte Kiteishvili zum 0:1.

In der Nachspielzeit besorgte Beganovic schließlich noch den Treffer zum 0:2-Endstand. Aufgrund der Leistung und der vorgefundenen Chancen wäre an diesem Nachmittag sicherlich mehr möglich gewesen. Es folgt die Länderspielpause, nach dieser geht es für Jäger & Co mit dem Gastspiel bei Red Bull Salzburg weiter.

SCR Altach – SK Sturm Graz 0:2 (0:0)
Sonntag, 05.09.2025, 14:30 Uhr 
Stadion Schnabelholz,  6.452 Zuschauer

Tore: 0:1 Kiteishvili (85./Elfmeter), 0:2 Beganovic (90.)