Der SCR Altach erkämpft sich gegen die SV Ried zuhause ein 1:1. Srdjan Hrstic erlöst die in der zweiten Halbzeit besseren Rheindörfler spät.

Schon vor dem Anpfiff gab es zwei Hiobsbotschaften: Patrick Greil und Benedikt Zech fielen krank aus und konnten die Mannschaft nicht unterstützen.

Rieder Startphase, Altach ohne Tempo

Den ersten Aufreger hatte die SV Ried nach fünf Minuten. Sissoko zog mit Tempo in den Sechzehner, ein Altacher Bein fälschte den Ball hauchdünn neben das Tor ab. Zehn Minuten später vereitelte Dejan Stojanovic mit einer starken Parade einen Abschluss von Eghosa. Die Gäste aus dem Innviertel waren in der Anfangsphase das griffigere Team, beim SCRA fehlte noch etwas das Tempo.

Die erste richtig gute Chance der Altacher gab es nach 20 Minuten: Nach einer Niehoff-Flanke kam Elongo-Yombo in freier Position zum Kopfball, traf den Ball aber nicht richtig. Nach einer halben Stunde klopften die Rheindörfler erneut an. Diawara legte nach toller Kombination auf Niehoff ab, der ansatzlos abzog, aber deutlich über das Tor zielte. Die beste Chance der ersten Hälfte folgte in der Nachspielzeit: Niehoffs Flanke landete bei Ousmane Diawara, der aus kurzer Distanz das 1:0 verpasste. So ging es torlos in die Pause.

Massombo mit Lattenkracher

Sieben Minuten nach Wiederanpfiff gab es den ersten Aufschrei: Yann Massombo zog aus gut 20 Metern ab und traf die Querlatte. Den Abpraller nahm Yanis Eisschill direkt, zielte aber genau auf Andreas Leitner, der entschärfte.

Auf der Gegenseite war Dejan Stojanovic gegen Yusuf Nasrawe zur Stelle. Der Rieder hatte am zweiten Pfosten alle Zeit der Welt, scheiterte mit seinem Volley aber am starken Altacher Rückhalt. Dann wurde es Eisschill zu bunt: Sein Schuss aus über 25 Metern strich nur knapp über das Tor. Glück hatten die Rieder, als Steurer kurz darauf über sein eigenes Tor klärte und aus kurzer Distanz knapp kein Eigentor fabrizierte.

Diskussion um Chukwudi-Foul

Durchaus diskussionswürdig war ein Einsteigen von Chukwudi gegen Mike Bähre. Der Rieder traf seinen Gegenspieler auf Kniehöhe, das Schiedsrichtergespann beließ es jedoch bei Gelb. Beim SCRA kamen anschließend Johannes Naschberger und Srdjan Hrstic für Niklas Niehoff und Rodney Elongo-Yombo ins Spiel.

In der 77. Minute jubelten dann die Gäste: Thelin bestrafte eine Unachtsamkeit in der Altacher Hintermannschaft mit dem 0:1. Nur Augenblicke später kam Naschberger im Sechzehner völlig frei zum Abschluss, traf den Ball aber nicht voll und verzog.

Für die Schlussminuten brachte der SCRA Erkin Yalcin und Nico Helbock für Yanis Eisschill und Benjamin Böckle. In der 89. Minute hatte Ousmane Diawara die große Chance auf den Ausgleich: Nach einer Yalcin-Flanke köpfte er zu hoch.

Hrstic sorgt für den späten Ausgleich

Doch das Stadion Schnabelholz durfte noch jubeln: Srdjan Hrstic erzielte mit einer starken Einzelaktion den verdienten Ausgleich. Danach hätten die Rheindörfler die Partie fast noch gedreht. Zunächst forderte Helbock mit einem „Scherzler“ Torhüter Leitner, beim anschließenden Eckball gab es noch einmal Elfmeter-Alarm. Das Schiedsrichtergespann entschied nach Sichtung durch den VAR aber gegen einen Strafstoß.

Weil auch zwei weitere Massombo-Abschlüsse nicht im Tor landeten, blieb es beim 1:1-Remis, das über 90 Minuten gesehen wohl in Ordnung geht.

SCR Altach vs. SV Ried 1:1 (0:0) 
Samstag, 31.10.2026, 17 Uhr
Stadion Schnabelholz 

Tore: 0:1 Thelin (77.), 1:1 Hrstic (90.+1) 
 

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