Der SCR Altach gewinnt das erste Spiel nach der langen Länderspielpause deutlich mit 3:0 (2:0) gegen den WAC und reicht die „Rote Laterne“ damit weiter ins Lavanttal. 

Das Spiel begann mit einem Traumstart der Rheindörfler. Gerade mal sechs Zeigerumdrehungen waren absolviert, da durfte das Stadion Schnabelholz jubeln. Ousmane Diawara setzte sich gegen Raffael Behounek im Zweikampf stark durch, zog in die Mitte und ließ dem herauseilenden Gütlbauer keine Abwehrchance. Und die Rheindörfler blieben scharf: Es waren 13 Minuten gespielt, als erneut Jubel aufbrandete. Rodney Elongo-Yombo setzte Benjamin Böckle sehenswert ein, der den Ball am Sechzehner direkt nahm und früh auf 2:0 stellte.

Es dauerte dann bis zur 26. Minute, ehe es wieder die Altacher waren, die Gefahr erzeugten. Eine Massombo-Flanke auf Greil geriet leider den Tick zu lange, so dass dieser den Kopfball nicht mehr genügend drücken konnte. Kurz darauf wurde es Benedikt Zech für einmal zu bunt. Aus über 25 Metern nahm sich der Startelf-Rückkehrer ein Herz, feuerte aber doch den ein oder anderen Meter neben das Wolfsberger Tor. 

Piesinger sieht rot

Auf der Gegenseite dauerte es 40 Minuten, bis Dejan Stojanovic erstmals richtig zur Stelle sein musste: Einen Fitz-Freistoß faustete er aus der Gefahrenzone. Kurz vor der Pause war das Gästeteam dann nur noch zu zehnt. Simon Piesinger legte Ousmane Diawara als letzter Mann, weshalb ihn Schiedsrichter Semler vorzeitig unter die Dusche schickte. Vor der Halbzeitpause sollte es die letzte nennenswerte Aktion gewesen sein. 

Diawara mit der Vorentscheidung

Gäste-Cheftrainer Silberberger reagierte zur Pause mit einem Vierfachwechsel. Jubeln durfte fünf Minuten nach Wiederanpfiff aber neuerdings der SCRA. Ousmane Diawara setzte sich bärenstark durch und schob den Ball an Gütlbauer vorbei zum 3:0 und damit zur Vorentscheidung im Spiel. Nur Augenblicke später fand Elongo-Yombo die nächste Chance der Rheindörfler vor, die scharfe Niehoff-Flanke war aber nicht einfach zu nehmen und landete im Fangnetz der Südtribüne. Kurz darauf Massombo auf Elongo-Yombo, diesmal fehlten nur Zentimeter. 

Bähre ebenfalls mit Platzverweis

Brandgefährlich wurde es dann auch nach einem Massombo-Freistoß, den Kapitän Lukas Jäger nur Zentimeter am Kasten vorbeiköpfte. Nach einer Stunde waren dann allerdings auch die Rheindörfler nur noch zu zehnt. Mike Bähre hatte seinen Fuß im Zweikampf mit Schriebl zu hoch und sah den roten Karton von Schiedsrichter Semler. 

Und dem WAC gelang wenige Minuten darauf auch der vermeintliche Anschlusstreffer durch Karamoko. Allerdings stand ein Wolfsberger zuvor im Abseits, der Treffer wurde durch den VAR einkassiert. Beim SCRA gab es anschließend die ersten beiden Spielerwechsel: Vesel Demaku und Denizcan Cosgun ersetzten Patrick Greil und Rodney Elongo-Yombo. 

Das Spiel plätscherte anschließend mehr oder weniger vor sich hin. Altach musste in dieser Phase nicht mehr all in gehen, dem WAC fiel trotz der wieder hergestellten personellen Gleichzahl wenig ein. Zehn Minuten vor Schluss bekam Ousmane Diawara seinen verdienten Abgangsapplaus, genauso wie Niklas Niehoff. Srdjan Hrstic und Johannes Naschberger kamen positionsgetreu. 

Altach bleibt am Drücker

Die Rheindörfler intensivierten ihre Offensivbemühungen dann auch noch einmal. Erst endete ein Cosgun-Abschluss an der Querlatte, dann fehlten nach einer tollen Hrstic-Einzelaktion nur Zentimeter. Beim SCRA kam dann in den Schlussminuten ein junger Vorarlberger zu seinem Bundesliga-Debüt: Adrian Vonbrül ersetzte Yann Massombo. 

Am Ende feierte der SCR Altach einen ebenso wichtigen wie verdienten Heimsieg und gab die „Rote Laterne“ damit weiter ins Lavanttal. 

SCR Altach vs. Wolfsberger AC 3:0 (2:0)
Sonntag, 11.10.2026, 14:30 Uhr
Stadion Schnabelholz

Tore: 1:0 Diawara (6.), 2:0 Böckle (13.), 3:0 Diawara (50.)  

Rote Karte: Piesinger (43.), Bähre (60.) 
 

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