Auch das zweite Aufeinandertreffen zwischen dem SCR Altach und der WSG Tirol innerhalb von nur drei Tagen fand keinen Sieger. Nach einer phasenweise zähen Partie im Schnabelholz trennten sich die Teams leistungsgerecht mit 0:0.

Bereits vor dem Anpfiff musste Altach-Coach Ognjen Zaric seine Pläne unfreiwillig ändern. Patrick Greil zog sich beim Aufwärmen eine Wadenverhärtung zu und musste kurzfristig passen; für ihn rückte Srdjan Hrstic in die Startformation. Da zudem Kapitän Lukas Jäger gesperrt fehlte, übernahm Rassa Rahmani den Posten auf der halblinken Position der Dreierkette. Soviel sei vorweggenommen: Der Schwede sollte eine lupenreine Partie abliefern. 

Tiroler Druckphase und Stojanovic als Rückhalt

Die Gäste aus Wattens erwischten den besseren Start: Schon nach 90 Sekunden kam Sulzbacher im Strafraum zum Abschluss, setzte das Leder jedoch links am Tor vorbei. Nur wenig später musste Dejan Stojanovic erstmals eingreifen, als er einen Versuch von Baden-Frederiksen souverän parierte.

Altach meldete sich in der 11. Minute erstmals gefährlich zu Wort. Nach einem starken Zuspiel von Ouedraogo versprang Diawara am Strafraumrand der Ball, sodass sein Abschluss über das Gehäuse segelte. Kurz darauf sorgte ein scharf getretener Massombo-Eckball für Unruhe im Tiroler Fünfmeterraum, den die Gäste nur mit vereinten Kräften klären konnten.

Dennoch blieb die WSG im ersten Durchgang die griffigere Mannschaft. In der 25. Minute nutzte Jamie Lawrence seine Körpergröße bei einem Kopfball aus, fand aber in Stojanovic seinen Meister. Im direkten Gegenzug kam Milojevic am Fünfer zum Abschluss und verzog knapp. Die beste Chance der Gäste entschärfte Stojanovic in der 32. Minute, als er einen Schuss von Wels mit den Fingerspitzen um den Pfosten drehte. Kurz vor der Pause hatten die Altacher Fans den Torschrei bereits auf den Lippen, als Lukas Hinterseer einen Massombo-Freistoß beinahe ins eigene Netz geköpft hätte.

Wenig Spielfluss nach dem Seitenwechsel

Nach dem Wiederanpfiff kam der SCRA mit mehr Spielanteilen aus der Kabine, blieb im letzten Drittel jedoch oft zu unpräzise. In der 57. Minute landete der Ball nach einer schönen Kombination bei Diawara, der das Spielgerät am Sechzehner jedoch nicht voll traf. Trainer Zaric reagierte nach einer Stunde und brachte Precious Benjamin für Diawara ins Spiel.

In der Folge entwickelte sich ein echter Abnutzungskampf. Beiden Mannschaften war die Belastung von zwei intensiven Spielen binnen 72 Stunden deutlich anzumerken, wodurch Torchancen zur Mangelware wurden. Ein harmloser Sabitzer-Kopfball (80.) auf der einen und ein Versuch von Benjamin auf der anderen Seite blieben lange die einzigen nennenswerten Offensivaktionen.

Schlussminuten doch noch turbulent

Erst in der absoluten Endphase zog das Tempo noch einmal an. Zunächst stockte den Altachern der Atem, als Sabitzer aus kurzer Distanz per Kopf vergab. Quasi im Gegenzug bot sich Srdjan Hrstic die Riesenchance zur Entscheidung: Er stürmte allein auf WSG-Schlussmann Stejskal zu, setzte den Ball aber knapp am Tor vorbei. Da das Schiedsrichtergespann ohnehin auf Abseits entschied, wäre ein Treffer wohl vom VAR überprüft worden.

Kurz darauf war für Hrstic Feierabend, Marlon Mustapha kam für die letzten Minuten in die Partie. Doch auch der letzte Wechsel brachte keine Wendung mehr. So blieb es beim 0:0 – ein Ergebnis, mit dem beide Teams aufgrund des Spielverlaufs wohl leben können.

SCR Altach vs. WSG Tirol 0:0 (0:0)
Dienstag, 21.04.2026, 18:30 
Stadion Schnabelholz