Klassenerhalt!
Zitterpartie bis zum Schluss: Der SCRA geht in seine 12. Bundesligasaison.
Zitterpartie bis zum Schluss: Der SCRA geht in seine 12. Bundesligasaison.

Die Mission Klassenerhalt ist geschafft. Dank eines hart erkämpften 2:1-Heimerfolges gegen die WSG Tirol bleibt der CASHPOINT SCR Altach in der Bundesliga.
Der Schlussakt der Bundesligasaison 2021/22 versprach schon vor den drei Duellen der Qualifikationsgruppe ein absolutes Herzschlagfinale. Für Altach war klar, mit einem Sieg gegen die WSG Tirol ist die 12. Bundesligasaison der Vereinshistorie fixiert.
Idealstart der Rheindörfler
Und das Spiel begann wie es sich die Rheindörfler nicht besser ausmalen hätten können. 2. Minute: Ein Freistoß von Johannes Tartarotti landete zwar noch in der Mauer, Bakary Nimaga drückte das Spielgerät aber über die Linie und brachte die ohnehin schon aufgeheizte CASHPOINT Arena zum Kochen.
Den Schreckmoment folgte allerdings postwendend. Im Verbund klärten die Rheindörfler den Ball von der Linie. Die WSG war jetzt gewillt, den frühen Rückstand wettzumachen: Noch keine zehn Minuten waren gespielt, als ein Ogrinec-Schuss vom Pfosten zurück ins Spielfeld sprang.

Altach überwindet nervöse Anfangsphase
In dieser Phase ging es hin und her. Stefan Haudum bestrafte beinahe eine Unsicherheit von Ex-Altacher Benjamin Ozegovic im Tor der Gäste, welcher den Ball im Zurücklaufen aber über die Querlatte lenken konnte. Nach einigen nervösen Minuten übernahm der SCRA nach und nach wieder das Zepter.
Genau 21 Minuten waren gespielt, als Christoph Monschein auf die Reise geschickt wurde, den Ball gut mitnahm und auch den Abschluss gut setzte. Diesmal zeichnete sich Ozegovic mit einem bärenstarken Save aus und verhinderte den zweiten Altacher Treffer. Der SCRA war am Drücker: Bei einem Nuhiu-Volley stand ein Tiroler im Weg und verhinderte den Abschluss aufs Gehäuse. Wieder nur wenige Augenblicke später köpfte Nuhiu nach Nimaga-Maßflanke knapp am Tiroler Tor vorbei.
So ereignisreich das Spiel bis zu diesem Zeitpunkt war, so wenig passierte im Anschluss bis zum Pausenpfiff. Folgerichtig wurden die Seiten mit der knappen 1:0-Führung zugunsten der Rheindörfler gewechselt.
Strauss legt nach
Die Nerven aller Beteiligten waren angespannt, aber wie schon im ersten Durchgang trafen die Rheindörfler mit der ersten Möglichkeit, die sich bot. Mit aller Willenskraft, die in ihm steckt, erkämpfte sich Felix Strauss gleich zweimal den Ball und netzte dann im Stile eines Toptorjägers mit dem Außenrist ein. In der 53. Minute stand es 2:0 für den SCR Altach und die Türe zum Klassenerhalt war ganz weit aufgestoßen.
SCRA in Unterzahl
Folgerichtig gingen die Heimischen im Anschluss nicht mehr höchstes Risiko und konzentrierten sich darauf, Tirol möglichst weit vom eigenen Kasten wegzuhalten. In der 67. Minute wechselte Ludovic Magnin zum ersten Mal. Nosa Edokpolor und Dominik Reiter ersetzten Emanuel Schreiner und Christoph Monschein. Keine Minute später agierte der SCRA in Unterzahl: Bakary Nimaga wurde nach einem Luftzweikampf mit gelb-rot des Feldes verwiesen.
Und vier Minuten später sollte es die nächste kalte Dusche geben. Vrioni wurde im Sechzehner freigespielt und legte den Ball vorbei an Tino Casali zum Anschlusstreffer. Ludovic Magnin reagierte mit einem Doppelwechsel: Philipp Netzer und Csaba Bukta ersetzten Johannes Tartarotti sowie den von Krämpfen geplagten Felix Strauss.
Das Zittern beginnt
Ein Wechsel, der sofort Wirkung zeigte. Zunächst fand ein Bukta-Querpass keinen Abnehmer am Fünfer, dann verzog Stefan Haudum nur um Zentimeter.
Auf der Gegenseite hieß es durchatmen, nachdem Torschütze Vrioni einen Flankenball um Haaresbreite verfehlte. Sechs Minuten vor Ende vergab Dominik Reiter den Matchball und damit die Möglichkeit endgültig alles klar zu machen. Nach perfekter Bukta-Vorarbeit setzte er den Ball aus zehn Metern, alleinstehend vor Ozegovic, über das Tiroler Tor.
Als der 4. Offizielle dann auch noch fünf Minuten Nachspielzeit anzeigte, lagen die Nerven in der CASHPOINT Arena endgültig blank. Doch Altach hielt der Tiroler Schlussoffensive Stand und rettete das knappe aber umso wichtigere 2:1 über die Ziellinie.
Lange Partynacht kann beginnen
Im Anschluss brachen alle Dämme und das Schnabelholz war ein Tollhaus. Und jetzt heißt es: Vorhang auf für eine lange Partynacht, die sich alle Altacher nach dieser kräfte- und nervenzerrenden Saison redlich verdient haben.
Wir sind Altach! Wir sind Bundesliga!
CASHPOINT SCR Altach vs. WSG Tirol 2:1 (1:0)
Freitag, 20.05.2022, 19:00 Uhr
CASHPOINT Arena, Altach
Tore: 1:0 Nimaga (2.), 2:0 Strauss (53.), 2:1 Vrioni (73.)
Gelb-Rot: Nimaga (68.)