St. Pölten krönt sich gegen SPG zum Meister
Im Westen nichts Neues: SKN St. Pölten gewinnt auch im heurigen Jahr die österreichische Meisterschaft. Beim 0:4 in der CASHPOINT Arena zeigten die Wölfinnen einmal mehr ihre Dominanz.
Im Westen nichts Neues: SKN St. Pölten gewinnt auch im heurigen Jahr die österreichische Meisterschaft. Beim 0:4 in der CASHPOINT Arena zeigten die Wölfinnen einmal mehr ihre Dominanz.
„Gegen St. Pölten kann man mal verlieren“, hallte es von den Rängen von den mitgereisten acht Fans des SKN. Die Spielgemeinschaft Altach / Vorderland hatte auch im zweiten Aufeinandertreffen innerhalb einer Woche gegen die Niederösterreicherinnen das Nachsehen. Dabei startete man ansehnlich in die Partie: Immer wieder störte man St. Pölten im Aufbauspiel, richtig gefährlich wurde es nur nach einem Eckball. Vor dem Anpfiff wurden bei der SPG fünf Spielerinnen verabschiedet. Die Verträge von Viktoria Pinther, Briana Woodall, Tatjana Baliceva, Carlotta Nardi und Vanessa Gajdek wurden nicht verlängert.

Nach 17 Minuten lud man allerdings den Meister zum 0:1 ein: Zagor konnte nach einem Ballgewinn Höhe Mittellinie ohne Gegenwehr in den Strafraum spazieren und ließ Koretic keine Chance. Gleich zwei Vorarlberginnen rutschten bei der Entstehung des Treffers aus.
Mit der Führung im Rücken sorgte SKN in Windeseile für klare Verhältnisse im Schnabelholz. Dem 0:2 ging allerdings ein äußerst kleinlicher Elfmeterpfiff voraus. Klein setzte anschließend die Kugel präzise unter die Querlatte (21.). Nur eine Minute später hätte die Spielgemeinschaft den Ein-Tore-Rückstand wiederherstellen können, jedoch Rebecca Lins scheiterte nach hervorragender Vorarbeit von Campbell am linken Pfosten. St. Pölten bestrafte diese Situation prompt: Hickelsberger zog mit Tempo davon, legte quer und Brunnthaler verwandelte souverän aus nächster Nähe (24.). Äußerst bittere Sequenz für unser Team. Doch damit nicht genug: Wiederum nur zwei Zeigerumdrehungen später klingelte es erneut im Kasten der Gastgeberinnen. Hickelsberger stellte per Kopf nach einer Ecke auf 0:4 (26.).
Ähnlich wie im Cup-Halbfinale ließen es die Gäste im zweiten Abschnitt ruhiger angehen. Den größten Aufreger gab es im Strafraum von St. Pölten. Rebecca Lins wurde eindeutig regelwidrig von den Beinen geholt, dieses Mal blieb die Pfeife von Schiri Moosbrugger stumm. Eine glasklare Fehlentscheidung. So gab es an diesem Tag keinen Treffer für die SPG, jedoch gab es doch noch einen Grund zur Freude: Anna Bereuter feierte ihr Comeback im Dress der Wölfinnen. Ab diesem Sommer wird sie dann in schwarz-weiß in der CASHPOINT Arena auflaufen.

Damit ist die Heimspielsaison für die Spielgemeinschaft beendet. St. Pölten zündete einmal kurz den Turbo und siegte somit am Ende klar mit 0:4. Es war der 16. Erfolg im 17. Spiel für den erneut frisch gebackenen Meister. So sollten die Fans mit ihrem Motto recht behalten: „Gegen St. Pölten kann man mal verlieren.“
SPG SCR Altach / FFC Vorderland vs. SKN St. Pölten 0:4 (0:4)
Sonntag, 22.5.2022, 10:00 Uhr
CASHPOINT Arena, 408 Zuschauer
Tore: Zagor (18.), Klein (21.), Brunnthaler (24.) und Hickelsberger (26.)