Eine 1:2 Niederlage gegen FK Kolubara und ein 0:0 gegen FK Makedonija klingt jetzt nicht gerade berauschend, jedoch sind Ergebnisse in Testpartien eher zweitrangig. Vor allem heute, als man den Kader aufteilte, damit jeder Spieler 90 Minuten absolvieren konnte. Ohne Startschwierigkeiten feierten Monschein, Nimaga und Nanizayamo ihre Debüts.

Der Spielkalender für den heutigen Sonntag wurde zu allererst über den Haufen geworfen, da FK Rabotnicki, welche eigentlich die zweite Partie gegen die Altacher bestreiten hätten sollen, bereits aus Belek abgereist waren. So sprang der serbische Klub aus Lazarevac kurzfristig ein. Die Partie gegen FK Makedonija wurde auf den Nachmittag verlegt.

Zwei Standardtore und Pech

Um 11:30 Uhr stand man also den Serben gegenüber. Hier kamen auch alle Neuzugänge des SCRA zum Einsatz. Bakary Nimaga zeigte vor allem seine Qualitäten gegen den Ball und im Aufbauspiel, Christoph Monschein harmonierte sehr gut mit Dominik Reiter und setzte immer wieder seine Schnelligkeit ein. Beinahe hätte er sich über sein Debüttor freuen können: Nachdem Bischof in der zweiten Hälfte nach schöner Vorarbeit von Edokpolor per Kopf ausgleichen konnte, traf Monschein nur wenige Augenblicke später aus der Drehung den Pfosten.

Zuvor gingen die Zwölfplatzierten der serbischen SuperLiga in Führung: Kapitän Vasiljevic stieg nach einer Ecke am höchsten und traf nach 42 Minuten. Noch in der ersten Halbzeit blieb den Altachern ein glasklarer Elfmeter verwehrt. Das allgemein unsichere Schiedsrichtergespann übersah ein offensichtliches, strafbares Handspiel im Sechzehner der Serben. Altach kontrollierte zwar die gesamte Partie, musste kurz vor Schluss jedoch noch einen Standardtreffer hinnehmen. Wiederum war es Vasiljevic, welcher eine kurz gespielte Variante im Fünfmeterraum erfolgreich abschließen konnte (87.).

Elf Neue gegen tiefstehende Nordmazedonier

Die Spieler, welche am Vormittag noch spielfrei bekommen hatten, waren am Nachmittag an der Reihe. Csaba Bukta konnte bei beiden Spielen nicht mitwirken. Er zog sich im Training eine muskuläre Verletzung zu. Die Gegner aus Skopje begannen forsch, zwangen Odehnal zu zwei Paraden, ließen sich jedoch anschließend tief fallen. So ergab sich eine zähe Angelegenheit. Nuhiu kam in der 29. Minuten dem Torerfolg noch am nächsten: Emanuel Schreiner bediente ihn wunderbar von der Außenbahn, sein Kopfball wurde von Keeper Stefkovski im Nachfassen entschärft.

Zur zweiten Hälfte kam mit Moctar Sidi El Hacen ein Testspieler für den SCRA in die Partie. Der 24-jährige Mauretanier agierte unaufgeregt auf der Sechserposition. Am Spiel änderte sich allerdings nicht all zu viel: Altach kontrollierte den Ball, die Nordmazedonier lauerten auf Konterangriffe. Zwei von diesen entschärfte erneut Odehnal, welcher insgesamt eine bravouröse Leistung ablieferte. In der letzten Viertelstunde merkte man unserem Team an, dass sie diese Partie noch gewinnen wollten. Doch entweder kam der letzte Pass nicht an oder es fehlte ein wenig die Präzision im Abschluss. So blieb es bei der Nullnummer.

Spielzeit im Fokus

Trainer Ludovic Magnin war es von Bedeutung, dass sich alle Spieler eine gesamte Partie lang zeigen konnten. Auch wenn die Ergebnisse am Ende nicht zur vollen Zufriedenheit beitragen, zog man erneut viele Erkenntnisse aus den heutigen Begegnungen. Am Montag wird regeneriert, somit am Donnerstag wieder angegriffen werden kann – im Testspiel gegen die Austria aus der größten Marktgemeinde Österreichs.

FK Kolubara Lazarevac vs. CASHPOINT SCR Altach 2:1 (1:0)
Sonntag, 30.1.2021, 9:30 Uhr (MEZ)
Belek, keine Zuschauer zugelassen

Tore: Vasiljevic (42., 87.); Bischof (75.)

FK Makedonija Skopje vs. CASHPOINT SCR Altach 0:0
Sonntag, 30.1.2021, 13:00 Uhr (MEZ)
Belek