6. Die SPG ist ja als langfristiges Projekt ausgerufen worden. 2024 übernimmt der SCR Altach dann den kompletten Frauenfußballbereich. Was denkst du, was hier im Rheindorf noch entstehen kann?
Ich denke, dass es mit dem Frauenfußball stetig bergauf geht und genau durch solche Projekte, welches wir auch in Altach vorfinden, gefördert wird. Der SCRA geht als gutes Beispiel voran und steigert somit die Reputation und die Außenwirkung unseres Sportes. Es werden immer häufiger Spiele in großen Stadien gespielt, ständig mehr Profivereine gründen eine Frauenfußballabteilung wie gerade letzthin der LASK und die Anzahl an Zuschauern bei den Spielen steigt. Ich denke, ich kann für alle Frauen/Mädchen in jedem Alter sprechen, wenn ich sage, dass es schön ist mitanzusehen, wie das Interesse am Frauenfußball fortlaufend zunimmt und somit auch etliche Vorurteile ausgeräumt werden können.
7. Mitte Mai bereits steigt dann wohl das Spiel der Saison: Im Cup-Halbfinale trifft man zu Hause auf den österreichischen Dominator St. Pölten. Kann man diese Partie als wichtigste in deiner Karriere werten und was erwartest du dir von diesem Pokalspiel?
Dieses Cup-Spiel wird uns sicher alles abverlangen, aber ein Weiterkommen ist meines Erachtens kein Ding der Unmöglichkeit. Wir müssen über uns hinauswachsen, wachsam sein und unser gewohntes Spiel spielen. Entscheidend wird sein, defensiv kompakt zu stehen und unsere Chancen so gut wie möglich zu nutzen. Dieses Ereignis gibt selbstverständlich jeder Spielerin, inklusive mir, nicht nur die Möglichkeit sich zu zeigen, sondern sich auch zu beweisen. Ob es das wichtigste Spiel in meiner Karriere ist, ist schwer zu sagen, aber es kann auf jeden Fall zu einem der unglaublichsten Momente werden. Der SKN dominiert die Liga seit Jahren und hat die letzten Jahre auch das Cup-Finale für sich entschieden – in diesem Punkt sind wir weniger erfolgsverwöhnt, aber deswegen wollen wir es umso mehr. Wir werden alles geben, um die Sensation zu schaffen und ins Cup-Finale einzuziehen.