Im Kampf um den Klassenerhalt weiter Boden gut gemacht und endlich die so lange ersehnten drei Punkte eingefahren. Der CASHPOINT SCR Altach ist nach dem verdienten 2:1-Auswärtserfolg in Ried wieder voll im Rennen um den Ligaverbleib.

Exakt 146 Tage nach dem letzten vollen Erfolg in der Österreichischen Bundesliga ist der SCRA in Ried endlich wieder auf die Siegerstraße zurückgekehrt. „Der Sieg ist absolut verdient. Die Mannschaft hat in den vergangenen Tagen und Wochen so enorm viel investiert, hat so viele Stunden trainiert. Jetzt hat sie endlich wieder mal auf dem Platz gesehen, welches Potential in ihr steckt“, war auch Cheftrainer Ludovic Magnin erleichtert.

Selbstvertrauen getankt

In dieselbe Kerbe wie sein Trainer schlägt Goldtorschütze Christoph Monschein: „Dieser Sieg gibt uns Selbstvertrauen, was wir in unserer Situation unbedingt brauchen.“ Für Monschein war es eine Frage der Zeit: „Ich habe immer gesagt, dass wir die Qualität im Kader haben. Jetzt haben wir es endlich auf den Platz gebracht und uns dazu auch belohnt.“

Dass der Sieg in Ried freilich nur ein erster Schritt in Richtung Klassenerhalt war, ist allen Beteiligten bewusst. „Wir sind immer noch Tabellenletzter. Es ist nicht schwer, demütig zu bleiben. Wir besinnen uns auch in den nächsten Wochen lieber darauf, Taten folgen zu lassen“, so Ludovic Magnin, der direkt im Anschluss an die Partie seine Wettschulden bei Sky einlöste – Magnin hatte vor dem Spiel versprochen, bei einem Sieg vier Runden in der Arena zu laufen.

Harte Arbeit

Dass es am Ende soweit kam, mussten sich die Rheindörfler hart erarbeiten. Denn auch in der Josko Arena galt es zunächst einen herben Rückschlag zu verdauen. Trotz Feldüberlegenheit fingen sich die Rheindörfler kurz vor der Pause, erneut durch einen Elfmeter, den bitteren Rückstand.

Doch selbst als Stefan Haudums vermeintlicher Ausgleich kurz nach Wiederanpfiff nicht gegeben wurde – bis heute konnte kein TV-Bild einwandfrei belegen, ob der Ball komplett hinter der Linie war, oder eben nicht – gab der SCRA nicht auf.

In Minute 64 wurde der betriebene Aufwand dann endlich belohnt. Nach einer Schreiner-Ecke, die Samuel Radlinger nur kurz abwehren konnte, stand Mickael Nanizayamo - in der SCRA App von euch zum Man of the Match gewählt -  goldrichtig und drückte den Ball zum hochverdienten Ausgleich über die Linie.

„Wir hatten schon in den vergangenen Wochen immer wieder unsere Chancen. Es war einfach wichtig, dass jetzt endlich auch einmal einer reingeht“, analysierte Christoph Monschein die Bedeutung des Treffers. Er selbst saß zu diesem Zeitpunkt noch auf der Ersatzbank. Erst eine knappe viertel Stunde später brachte Ludovic Magnin seinen letzten Trumpf und nahm dafür den angeschlagenen Sandi Krizman vom Feld.

Monschein zum Sieg

Monschein sollte anschließend das tun, wofür er in der Winterpause geholt wurde. Nach einer Nanizayamo-Flanke erschlich sich der SCRA-Stürmer am langen Pfosten den nötigen Platz und drückte das Spielgerät zum umjubelten Siegtreffer über die Linie. „Es ist immer noch eine sehr schwere Situation, aber wir geben nicht auf. Wir werden alles dafür tun, um in der Liga zu bleiben“, zeigte sich der Ex-Nationalspieler im Anschluss erleichtert.

Wir werden alles dafür tun, um in der Liga zu bleiben.

Christoph Monschein

In der Tabelle schiebt sich der SCRA mit dem Auswärtserfolg bis auf zwei Zähler an die WSG Tirol heran. Die erste Möglichkeit, die goldene Laterne abzugeben, haben Jan Zwischenbrugger und Co. nach der Länderspielpause in zwölf Tagen. Zu Gast im Rheindorf ist dann der aktuelle Tabellendritte der Qualifikationsgruppe FC Flyeralarm Admira.

03.04.2026 | 19:30 Uhr | BWT Oberösterreichische Arena