"Entscheidend ist der unbedingte Wille!"
Juniors-Cheftrainer Louis Mahop im Interview mit scra.at!
Juniors-Cheftrainer Louis Mahop im Interview mit scra.at!

Seine bereits elfte Saison beim SCR Altach war für Louis Mahop wieder einmal mit dem Sprung in ein neues Abenteuer verbunden. Als Cheftrainer der SCRA Juniors ist sein Hauptverantwortungsbereich die Talente-Entwicklung. Im Interview sprechen wir mit ihm über die Herausforderung Cheftrainer, seine Ziele und die Zusammenarbeit mit Philipp Netzer.
Ein Cheftrainerjob bringt vor allem jede Menge Verantwortung mit sich. Wie waren für dich die ersten Wochen in deiner neuen Rolle?
Ehrlicherweise sehr intensiv. Als Cheftrainer bin ich nicht nur für die Mannschaft, sondern auch für meinen Staff verantwortlich. Der organisatorische Aufwand ist enorm. Die Arbeit mit den jungen Spielern bereitet mir aber enorm viel Freude und ich bin froh, dass ich diese Herausforderung angenommen habe.
Du konntest in den vergangenen Jahren als Assistenztrainer viel Erfahrung sammeln. Wo liegen die größten Unterschiede zwischen der Aufgabe als Chef- und jener als Co-Trainer?
In den vergangenen Jahren konnte ich alle Abläufe kennenlernen und vieles lernen, was ich jetzt umzusetzen versuche. Der größte Unterschied ist sicher, dass ich jetzt die Entscheidungen treffe und dafür Verantwortung übernehmen muss.
Die Arbeit mit den jungen Spielern bereitet mir aber enorm viel Freude und ich bin froh, dass ich diese Herausforderung angenommen habe.
Louis Mahop
Gleichzeitig gehörst du als Co-Trainer auch weiterhin dem Trainerteam von Miroslav Klose an. Wie gut lassen sich die beiden Aufgaben unter einen Hut bringen?
Für mich ist diese Kombination ideal. Natürlich habe ich sehr viel zu tun, aber ich sehe es vor allem als Chance und Möglichkeit, Inhalte von unserer ersten Mannschaft bei den Juniors einfließen zu lassen. Schlussendlich muss es unser Ziel sein, eine möglichst hohe Durchlässigkeit zwischen beiden Mannschaften zu schaffen. Da bin ich gewissermaßen die Schnittstelle.
Nach acht Eliteliga-Spieltagen stehen vier Siege sowie je zwei Remis und Niederlagen zu Buche. Wie bewertest du den bisherigen Saisonverlauf?
Alles in allem sind wir als Trainerteam zufrieden, auch wenn wir natürlich noch den ein oder anderen Punkt mehr einfahren hätten können. Für uns steht die Entwicklung der jungen Spieler im Vordergrund und da sehen wir uns auf einem guten Weg.

Du bist momentan mit deiner Trainer-A-Lizenz beschäftigt. Welche Ziele verfolgst du als Trainer?
Im Moment steht für mich im Vordergrund, meine Trainer-Ausbildungen abzuschließen. Wohin mich mein Weg dann führen wird, wird man sehen. Im Sport ist es so, dass Leistung immer belohnt wird: Deshalb gilt es jetzt vor allem hart zu arbeiten.
Für welche Art Fußball möchtest du als Trainer stehen?
Fußball soll Spaß machen: Der Mannschaft auf dem Platz und den Zuschauern im Stadion. Deshalb werde ich nie jemand sein, der sich nur hinten reinstellt und versucht, Tore zu verhindern. Ich möchte mit meiner Mannschaft einen offensiven, attraktiven Fußball spielen.
Mit Philipp Netzer steht dir ein langjähriger Wegbegleiter als Co-Trainer zur Seite. Welche Qualitäten machen Pipo für dich als Co-Trainer so wertvoll?
Philipp ist jemand, der Dinge sieht, die viele Leute nicht sehen können. Seine Ruhe und sein Umgang mit den Spielern sind für mich sehr wertvoll. Ich glaube, wenn ich darüber sprechen muss, was Pipo für ein Mensch ist, würde ich mindestens eine Stunde brauchen. Deshalb möchte ich einfach sagen, dass ich froh bin, dass er mein Co-Trainer ist.
Als Plattform für junge Spieler ist es immer Ziel des Juniors-Teams die eigenen Akteure in den Bundesliga-Kader zu bringen. Mit Emre Yabantas ist das bereits früh in der Saison erstmals gelungen: Was sind aus deiner Sicht die wichtigsten Qualitäten, die ein junger Spieler heute braucht, um den Sprung nach oben schaffen zu können?
Grundvoraussetzung sind sicher die technischen, taktischen und körperlichen Fähigkeiten. Die bringen aber viele mit. Entscheidend, ob ein Spieler den Sprung in den Profifußball schafft, ist am Ende der unbedingte Wille. Gleichzeitig dürfen der Spaß und die Freude am Fußball spielen nie verloren gehen.
Du warst selbst 13 Jahre lang Profi. Wie wäre der Spieler Louis Mahop mit dem Trainer Louis Mahop zurechtgekommen?
Ich glaube ganz gut. (lacht)
Steckbrief:
Name: Louis Mahop
Geburtsdatum: 16.09.1987
Nationalität: Kamerun
Position: Cheftrainer Juniors / Co-Trainer 1. KM
Entscheidend, ob ein Spieler den Sprung in den Profifußball schafft, ist am Ende der unbedingte Wille.
Louis Mahop