Mit 3:1 (1:0) gewinnen die Altacher am Samstagabend gegen den Wolfsberger AC. Ein Greil-Doppelpack sowie ein verwandelter Elfmeter von Anteo Fetahu bringen den SCRA auf die Siegerstraße. Sulzner kann den Anschluss erst in der Nachspielzeit erzielen.

Im vorletzten Heimspiel des Kalenderjahres empfing der SC Rheindorf Altach den WAC. Die Partie gegen die Lavanttaler markierte zugleich den Start in die Rückrunde. Trainer Fabio Ingolitsch musste in dieser Partie auf den erkrankten Abwehrchef Benedikt Zech verzichten. Insgesamt verlief die Vorbereitung auf das heutige Duell gegen die Kärntner aus gesundheitlichen Gründen nicht ideal, da einige Akteure der Mannschaft von einem Virus betroffen waren.

Nach zehn Minuten lag der Ball erstmals an diesem kalten Novemberabend im Tor der Gäste, Mustapha hatte das Leder über die Linie bugsiert. Allerdings entschied der Schiedsrichter zuvor auf Foulspiel des Altacher Angreifers und so zählte der Treffer nicht. Ansonsten verlief das Geschehen zumeist ausgeglichen, nennenswerte Abschlüsse fanden beide Teams über weite Strecken nicht vor. 

Greil als Schlitzohr

Ein direkt verwandelter Freistoß sollte schließlich nach einer halben Stunde zum 1:0 für den SCRA führen. Nicht zum ersten Mal bewies Patrick Greil seine Schlitzohrigkeit und überraschte Gästekeeper Polster mit einem Schuss ins kurze Eck. 

Beinahe hätten die Rheindörfler nur wenig später den zweiten Treffer nachgelegt. Nach einer Balleroberung nahe des Kärntner Strafraums kam die Kugel zu Bähre, der diese aus zentraler Position allerdings neben das Gehäuse setzte. Damit blieb es bis zur Pause bei der knappen Altacher Führung.

Der WAC kam dann deutlich besser aus der Kabine und fand in den ersten drei Minuten zwei Abschlüsse vor. Zunächst wurde ein Schuss von Wohlmuth Beute von Stojanovic, ein Versuch von Avdijaj landete neben dem Tor. Auch die nächste Gelegenheit hatten die Gäste, Kojzek zielte aber deutlich zu hoch (53.). Näher dran war dann drei Zeigerumdrehungen später Zukic, dessen Schuss nur knapp über das Gehäuse der Gastgeber ging. 

Altach hatte nach Wiederbeginn zunächst Mühe, wieder Zugriff auf die Partie zu bekommen. Offensive Aktionen blieben in dieser Phase Mangelware, die Gäste kontrollierte dieser Phase das Geschehen und wollten den Ausgleich erzwingen. 

Greil doppelt 

In weiterer Folge fingen sich die Hausherren wieder und mit dem ersten wirklich nennenswerten Angriff in Halbzeit zwei konnte der SCRA erhöhen. Diawara entschied einen Zweikampf gegen Nwaiwu für sich und bediente Mustapha im Sechzehner. Dieser hob den Ball am herauseilenden Polster vorbei, Greil drückte das Spielgerät schließlich aus kürzester Distanz über die Linie – 2:0.

Eine zunächst unscheinbar wirkende Szene sollte zur endgültigen Entscheidung führen. Ein WAC-Akteur bekam in der eigenen Box den Ball gegen die Hand, der VAR schaltete sich ein und beorderte den Unparteiischen an den Bildschirm am Spielfeldrand. Nach Betrachtung der Bilder entschied dieser auf Strafstoß. Zu diesem trat der zuvor eingewechselte Anteo Fetahu an und verwandelte – passend zu den Temperaturen – eiskalt vom Punkt.

Der Gegentreffer von Sulzner zum 3:1 in der Nachspielzeit war nur noch ein kleiner Schönheitsfehler an diesem Abend. Der SCR Altach jubelt damit nach etwas längerer Durststrecke wieder über einen vollen Erfolg und kann in der Woche vor dem letzten Heimspiel kommende Woche gegen Salzburg neues Selbstvertrauen tanken. 

 

SCR Altach – RZ Pellets WAC 3:1 (1:0)

Samstag, 22.11.2025, 17:00 Uhr 
Stadion Schnabelholz, 4.112 Zuschauer
Tore: 1:0 Greil (30.), 2:0 Greil (70.), 3:0 Fetahu (84./Elfmeter), 3:1 Sulzner (90.+2)

03.04.2026 | 19:30 Uhr | BWT Oberösterreichische Arena