Mäßiger Tag reicht SPG zum Aufstieg
Standesgemäß bezwingen die Vorarlbergerinnen den Zweitligisten Saalfelden mit 5:2 im Pokal.
Standesgemäß bezwingen die Vorarlbergerinnen den Zweitligisten Saalfelden mit 5:2 im Pokal.
Job erledigt! Die Spielgemeinschaft Altach / Vorderland steigt mit einem klaren Ergebnis in die zweite Runde des Cupbewerbs auf, der letztjährige Finalist zeigt sich aber gleichzeitig selbstkritisch. Trotz fünf erzielter Treffer fand das Team von Bernhard Summer zu wenige klare Situationen vor, ein Umstand, welcher sich in der Bundesliga wieder ändern soll.

Gleich drei renommierte Spielerinnen traten nicht die Reise in den Pinzgau an: Kapitänin Francesca Calo, Sabrina Horvat und Vera Ellgaß fehlten rotationsbedingt im Kader der SPG. Im Tor begann Janine Koretic anstelle von Zoe Steenhuis. Vorne startete die wiedergenesene Eileen Campbell und das gleich in gewohnter Manier.
Vier Minuten waren in Saalfelden erst gespielt, als sich die Spielerin der vergangenen Saison vor dem gegnerischen Gehäuse zeigen konnte: Kofler schnappte sich einen Abpraller im Strafraum und legte auf die Nationalspielerin quer – das frühe 0:1 durch die Beine der Salzburger Torfrau. Ein paar Augenblicke später brachte ein langer Einwurf die Gastgeberinnen dem Ausgleich gefährlich nahe: Stephens zog in die Box hinein, ihr Abschluss aber auch vorbei am Tor von Koretic (9.). Die SPG tat sich in der Anfangsphase alles andere als einfach Chancen zu kreieren, ein Standard führte allerdings zum schnellen 0:2: Olsen servierte für Bereuter, welche aus kurzer Distanz erhöhen konnte (14.).
Saalfelden zeigte in der ersten Halbzeit, weshalb sie aktuell an der ersten Stelle in der zweiten Liga stehen, Volltreffer landeten allerdings nur die Gäste: Eine lange Flanke wurde von FCPS-Keeperin Noble falsch eingeschätzt, Kofler schob ins verwaiste Tor ein (20.). Die Führung beruhigte die Angelegenheit, in der Folge hätten Campbell und Natter gut und gerne auf 0:4 stellen können.
Eine eher sinnbefreite Grätsche innerhalb des Strafraumes entschied kurz vor der Pause die Partie, welche sich nicht so deutlich wie der Spielstand gestaltete: Kofler wurde am Eck von den Beinen geholt, Olsen traf links unten. 0:4. Pause.

Vor dem Seitenwechsel tauschte SPG-Trainer Summer gleich viermal: Rittmann, Frankhauser, Maldoner und Lins durften sich beweisen. Die neue formierte Altach-Elf fand aber so gar nicht in die Partie, der Treffer zum 1:4 passte ins Bild. Einen langen Freistoß aus der eigenen Hälfte bekamen die Vorarlberginnen nicht verteidigt, Wetherell per Dropkick zum Anschluss (50.). Eine Viertelstunde darauf rettete der Pfosten bei einem Schlenzer der Salzburgerinnen, die bereits eingetütete Partie wurde beinahe nochmals geöffnet.
Mit der zweiten Spielhälfte konnte das Trainerteam allgemein nicht zufrieden sein, in der 70. Minute verhinderte Koretic mit einer Flugeinlage das 2:4. Ein missglückter Abschluss von Heeb kurz darauf irgendwie sinnbildlich für den Sonntagnachmittag. Der individuelle Klassenunterschied blitzte aber auch im zweiten Durchgang immer wieder auf, wie auch in der 82. Minute: Campbell drehte kurz auf und knallte das Spielgerät an den Querbalken.
Auf der anderen Seite brachte ein Eckball den FC Saalfelden nochmals ins Spiel: Koretic ließ den Flankenball auf den Kopf von Stephens fallen, welche aus einem halben Meter auf 2:4 stellen konnte (86.). Spannung wollte der aktuelle Tabellenführer der ADMIRAL Frauen Bundesliga aber keine mehr aufkommen lassen: Heeb mit einer Traumflanke auf Campbell, diese präzise zum Endstand in die Ecke (88.)
Alles in allem wurde das Ziel erreicht: Die SPG Altach / Vorderland steigt in die zweite Runde des ÖFB-Cups auf. Die zweite Hälfte gehörte nicht zu den ruhmreichsten Abschnitten der SPG, mit Sicherheit werden Campbell und Co. beim schwierigen Auswärtsspiel in Linz am kommenden Wochenende eine Schippe drauflegen.
FC Pinzgau Saalfelden – SPG SCR Altach / FFC Vorderland 2:5 (0:4)
Sonntag, 10.9.2023, 14:00 Uhr
1508 SaalfeldenArena, 100 Zuschauer
Tore: 4. 0:1 Campbell, 14. 0:2 Bereuter, 20. 0:3 Kofler, 38. 0:4 Olsen, 50. 1:4 Wetherell, 86. 2:4 Stephens, 88. 2:5 Campbell