Reaktion gefordert
Gelingt gegen die SV Ried erneut die Trendumkehr?
Gelingt gegen die SV Ried erneut die Trendumkehr?
Die Wikinger gastieren im Ländle. Beide Teams durchlaufen aktuell ein sportliches Tief. Doch gegen die Sportvereinigung lief es in jüngerer Vergangenheit zumeist gut für unseren SCR Altach. Seit dem Wiederaufstieg der Rieder gewann der SCRA gegen keinen Gegner öfters als gegen die Innviertler. Eine Statistik, welche Optimismus im Rheindorf versprüht.

Am Sonntag treffen der Vorletzte und das Schlusslicht der Bundesliga aufeinander. Von einem Duell gegen den Abstieg kann aber noch keine Rede sein, der Modus der heimischen Liga sorgt bekanntlich in wenigen Tagen für Spannung durch die Punkteteilung. Würde man zum aktuellen Zeitpunkt die Punkte halbieren, lägen die sechs Teams innerhalb von sechs Punkten. Viel größer wird die Kluft zwischen den Mannschaften auch nach 22 Spieltagen nicht werden. Dennoch möchte die SV Ried selbstverständlich die rote Laterne abgeben, Altach hingegen will sich mehr Luft verschaffen. Dass es dafür eine Leistungssteigerung gegenüber dem Spiel in Kärnten benötigt, ist jedem im Team bewusst.
Vergangene Woche präsentierten die Oberösterreicher mit Maximilian Senft einen neuen Mann an der Seitenlinie. Gegen die Wiener Austria bliebt der erhoffte Trainereffekt allerdings aus. Beim 1:3 verlor Ried nicht nur das Heimspiel, sondern auch zwei zentrale Mittelfeldspieler. David Ungar wurde mit glatt Rot vom Platz gestellt, Michael Martin sah seine fünfte Gelbe. Da Ziegl und Stosic verletzungsbedingt aussetzen müssen, verfügen die Schwarz-Grünen nur noch über einen gelernten „Sechser“.

Aber auch Altach muss eine Schlüsselfigur vorgeben. Nosa Edokpolor sah gegen Klagenfurt die Ampelkarte und muss so gegen die Rieder von der Tribüne aus zuschauen. Möglich, dass aufgrund dieser Sperre der SCRA zu einer Viererkette zurückkehrt.
Die Statistik zeigt bei dieser Begegnung ein Altach-freundliches Gesicht: Starke 18 von 27 möglichen Punkten holten Schreiner und Co. in den letzten neun Spielen gegen die SV. Nur einmal musste sich der Sportclub in diesem Zeitraum geschlagen geben, die letzte Heimniederlage liegt gar über fünf Jahre zurück. Das Hinspiel ging spektakulär mit 3:2 an den SCR Altach, ein weiteres gutes Omen für die vorletzte Partie im Grunddurchgang. Ebenso zeigte sich der Sportclub nach den beiden Siegen bei Ried deutlich stabiler in den anschließenden Partien. Auch in der aktuellen Situation hofft unsere Mannschaft auf einen ähnlichen Effekt.
Das Aufeinandertreffen mit Ried wird von vielen Nachwuchsspieler*innen verfolgt werden. Über 370 Karten werden beim SCRA-Nachwuchstag an unsere nächste Generation und deren Elternteile ausgehändigt. Auf den zwölften Mann ist somit auf jeden Fall Verlass. Angetrieben von kleinen aber auch großen Altach-Anhängern sind Lukas Jäger und Co. gewillt die Trendwende herbeizuführen.