Bittere Pille für die SPG Altach / Vorderland. In der Partie gegen Sturm Graz standen leider viele Spielerinnen neben den Schuhen, sodass clever agierende Steirerinnen am Ende alle drei Zähler mit nach Hause nehmen konnten. Zwei unnötige Strafstöße entschieden bereits in Halbzeit Eins die Begegnung.

Viel vorgenommen hatten sich Horvat und Co. für das Top-Spiel der Frauen Bundesliga. Trainer Bernhard Summer entschied sich für Neuzugang Triendl anstelle von Maria Olsen in der Startelf, Schneider agierte neben Purtscher auf der Doppelsechs.

Grazer Doppelschlag

Dabei waren es allerdings die Gäste aus Graz, welche früh die Kontrolle in der CASHPOINT Arena übernahmen. Den ersten folgenreichen Fehler leistete sich an diesem Mittag allerdings das Schiedsrichtergespann: Campbell entschärfte zunächst einen Eckball mit dem Kopf, nach einem abgefälschten Nachschuss kam Krumböck an den Ball, welche aus der Drehung das frühe 0:1 besorgte. Die Torschützin stand allerdings im Abseits, die Fahne blieb zum Leidwesen der Altacherinnen aber unten.

Nach einer Viertelstunde standen erneut die Unparteiischen im Mittelpunkt. Dieses Mal entschied Referee Stöger jedoch völlig zu Recht auf Strafstoß für Graz. Müller stieg im Laufduell Purtscheller in die Hacken, Croatto verwandelte den fälligen Penalty sicher (17.). Die Gastgeberinnen strahlten hingegen selten Torgefahr aus, Triendl setzte einen Fernschuss in der 20. Minute deutlich vorbei. Dass es die Truppe von Summer eigentlich viel besser kann, bewiesen sie in Minute 27: Tietz setzte sich sehenswert am rechten Flügel durch, passte in die Box auf Natter, welche nach einem Stellungsfehler einer Grazer Verteidigerin keine Mühe hatte, den Anschlusstreffer zu besorgen. Die Hoffnung kehrte zurück ins Schnabelholz.

Bitteres Eigentor

Die Altacherinnen in der Folge dann zwar besser in der Partie, richtig konkret wurde es aber nicht. Auf der Gegenseite beschenkte man Sturm kurz vor der Halbzeit mit dem zweiten Elfmeter. Calo räumte Purtscheller vollkommen ohne Not im Strafraum weg, dass der anschließende Strafstoß nach zwei grandiosen Voll-Paraden von Bereuter ins eigene Tor befördert wurde (40.), passte irgendwie zum Auftritt in den ersten 45 Minuten.

Sturm lässt nichts mehr anbrennen

Trainer Bernhard Summer brachte nach seiner lautstarken Kabinenansprache zwei Neue in die Partie: Kofler und Olsen ersetzten Tietz und Schneider. Sturm zog sich weit zurück und machte es dem Heimteam sehr schwer, Chancen zu kreieren. Ein Traumtor sollte dann die Partie entscheiden: die überragende Purtscheller knallte die Kugel von der Sechzehnerkante genau in den Knick, Voll machtlos (60.).

Eines konnten die 659 Zuschauer unserem Team in der zweiten Halbzeit nicht absprechen: Die SPG versuchte es weiter und gab sich nicht auf. Kofler verpasste mit einem Flachschuss den Anschlusstreffer nur knapp, die wiedergenesene Torfrau El Sherif fischte die Kugel aus dem Eck (68.). Kurz vor dem Ende kam dann auch noch Pech dazu: Eileen Campbell schlenzte den Ball an den Innenpfosten (88.), auch in der Nachspielzeit stand Aluminium einem SPG-Treffer im Weg (90.+3). Nur Sekunden später fiel aber doch noch das 2:4: Campbell verwerte per Kopf nach Triendl Flanke.

Der Treffer allerdings nur noch Ergebniskosmetik, Sturm Graz spielte die Partie einfach clever zu Ende. Zu viele Fehler vor allem in Halbzeit Eins entschieden das Spitzenspiel, im Kampf um Platz 2 haben die Grazerinnen nun sechs Punkte Vorsprung auf die Vorarlbergerinnen. Nächstes Wochenende steht das nächste Highlight auf dem Programm: Auswärts bei Neulengbach geht es um nichts geringeres als den ersten Einzug ins Cup-Finale.

SPG SCR Altach / FFC Vorderland vs. SK Sturm Graz 2:4 (1:3)
Samstag, 25.3.2023, 12:00 Uhr
CASHPOINT Arena, 659 Zuschauer

Tore: 0:1 Krumböck (6.), 0:2 Croatto (17.), 1:2 Natter (27.), 1:3 Bereuter (ET 40.), 1:4 Purtscheller (60.), 2:4 Campbell (90.+3)