Der CASHPOINT SCR Altach muss sich erstmals im Qualifikationsdurchgang geschlagen geben. Trotz heroischem Kampf verlieren Netzer und Co. beim LASK mit 1:2 (0:2).

Im Vergleich zum torlosen Unentschieden in der Vorwoche nahm Cheftrainer Ludovic Magnin drei Umstellungen vor. Bakary Nimaga und Felix Strauss saßen eine Gelbsperre ab und waren deshalb im Ländle geblieben. Im Angriff stürmte zunächst Atdhe Nuhiu anstatt Noah Bischof, der auf der Bank Platz nahm.

Gute Stimmung in Pasching

Angepeitscht von ihrem lautstarken Anhang übernahmen die Hausherren in den Anfangsminuten das Kommando und suchten den direkten Weg aufs Altacher Tor. Ludovic Magnin hatte seine Mannschaft aber gut eingestellt und so waren die Angriffe meist spätestens am Sechzehner zu Ende.

Nach sieben, acht Minuten klopften dann aber auch die Rheindörfler in der gegnerischen Gefahrenzone an, noch ohne dabei richtig gefährlich zu werden. Den ersten Torabschluss verbuchte schließlich der LASK nach genau zehn Minuten, Peter Michorl verzog aber genau wie wenige Augenblicke später Emanuel Schreiner auf der Gegenseite.

Genau eine halbe Stunde war gespielt, als Altach erstmals ernsthaft ans Tor von Alexander Schlager anklopfte. Monscheins Abschluss aus spitzem Winkel landete im Außennetz.

Ausschluss gegen Nanizayamo

Nur wenige Augenblicke später sollte das Spiel dann auf der Gegenseite eine, aus Altacher Sicht, bittere Wendung erhalten. Nanizayamo versuchte gegen den davonstürmenden Balic zu retten, holte diesen regelwidrig von den Beinen und sah die rote Karte. Über 50 Minuten mussten die Rheindörfler damit in Unterzahl agieren.

Ganz bittere Schlussminuten in Durchgang eins

Dann überschlugen sich die Ereignisse: Der direkt folgende Freistoß von Michorl landete zwar noch auf der Tribüne. Nur wenige Augenblicke später segelte aber bereits der nächste LASK-Freistoß in den Altacher Strafraum. Nuhiu brachte Filipovic zu Fall und Schiri Harkam zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Sascha Horvath ließ sich nicht zweimal bitten und stellte, unhaltbar für Casali, auf 1:0. Und es sollte noch bitterer kommen: Nur Sekunden nach Wiederbeginn traf erneut der LASK. Nakamura bekam im Sechzehner zu viele Freiheiten und bestrafte die Altacher mit einem strammen Schuss in die kurze Ecke.

Reiter kommt für Haudum

Schon zur Pause war damit klar, dass Punkte in der Raiffeisen Arena ein ganz schweres Unterfangen würden und wohl ein kleines Fußballwunder nötig wäre, um zurück in die Partie zu finden. Ludovic Magnin wollte sich aber nicht kampflos ergeben und wechselte offensiv: Für Stefan Haudum kam Dominik Reiter in die Partie.

Auch auf dem Platz machten die Rheindörfler keine Anstalten, die Niederlage hinzunehmen. Keine drei Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als Christoph Monschein am Sechzehner volles Risiko nahm, mit seiner Volleyabnahme aber ein Linzer Abwehrbein traf.

VAR annulliert Elfer-Entscheid

57 Minuten standen auf der Paschinger Stadionuhr, da gab es Elfmeteralarm – und das im Strafraum der Linzer. Schlager traf Netzer nach einem Freistoß am Kopf, Harkam zeigte sofort auf den Punkt. Das Glück war dem SCRA am heutigen Nachmittag aber nicht hold: Aufgrund einer Abseitsstellung intervenierte der Videoschiedsrichter und der Elfmeter wurde zurückgenommen.

Die Rheindörfler ließen sich aber auch davon nicht unterkriegen und blieben weiter drauf. Bei einem Reiter-Abschluss musste sich Schlager strecken. Auf der Gegenseite hatte Nakamura die Möglichkeit, vorzeitig alles klar zu machen, verzog aber alleinstehend vor Casali.

Dreifachtausch beim SCRA

Nach 65 Minuten wechselte Ludovic Magnin dreimal: Noah Bischof, Johannes Tartarotti und David Bumberger ersetzten Gianluca Gaudino, Emanuel Schreiner und Christoph Monschein. Auszeichnen konnte sich dann Schlussmann Tino Casali, der mit einem bärenstarken Save gegen den ebenfalls kurz zuvor eingewechselten Goiginger den dritten Linzer Treffer verhinderte.

Nichtsdestotrotz gab sich Altach nie auf und wäre zehn Minuten vor Schluss beinahe in die Partie zurückgekehrt. Atdhe Nuhiu stellte Alexander Schlager mit seinem Kopball auf die Probe und der LASK-Keeper brauchte viel Fortune, um diesen am Pfosten vorbeizulenken.

Nuhiu verkürzt in der Nachspielzeit

Als die Nachspielzeit bereits eingeläutet war, brachte sich Nuhiu dann aber doch noch auf die Anzeigetafel. Der SCRA-Stürmer verwertete aus knapp acht Metern humorlos unter das Quergebälk. Weil ein Bischof-Freistoß wenige Augenblicke darauf in der LASK-Mauer hängen blieb, sollte es beim Anschlusstreffer bleiben.

Nichtsdestotrotz lieferten die Rheindörfler dem Favoriten der Qualifikationsgruppe einen echten Fight und hätte sich am Ende wohl auch einen Zähler verdient gehabt. Bereits am Dienstag steht das nächste ganz wichtige Spiel im Kampf um den Klassenerhalt auf dem Programm. Altach ist zu Gast in Hartberg und will dort schnellstmöglich wieder in die Erfolgsspur finden.

LASK vs. CASHPOINT SCR Altach 2:1 (2:0)
Samstag, 23.04.2022, 17:00 Uhr
Raiffeisen Arena, Pasching

Tore: 1:0 Horvath (42./FE.), 2:0 Nakamura (43.), 2:1 Nuhiu (90.)