Das hart erkämpfte 2:2-Heimremis gegen die Admira war in vielerlei Hinsicht ein Sinnbild der bisherigen Saison des CASHPOINT SCR Altach. Am Ende sorgte Felix Strauss für das Happy End.

Die Saison 2021/22 bleibt weiterhin eine, in der es für den SCR Altach vor allem immer wieder darum geht, sich nach Rückschlägen aufzurappeln, nie aufzugeben und an das gemeinsame Ziel zu glauben. Auch das Spiel gegen die Admira stellte in dieser Hinsicht keine Ausnahme dar.

Die Highlights des Heimremis im Video: 

Guter Start, bitteres Ende der ersten Halbzeit

Dabei startete der SCRA gut, hatte in der Anfangsphase die spielerischen Momente auf seiner Seite und hätte mit etwas Glück auch in Führung gehen könnte. Diskutiert wurde in Minute 18, als Noah Bischof von gleich zwei Admiranern in die Zange genommen wurde, der Elfmeterpfiff aber ausblieb. Dass der Schiedsrichter aufgrund von technischen Problemen offenbar keine Möglichkeit hatte, sich die Szene am VAR-Bildschirm anzusehen, passt ins Bild.

Bischof war auch Hauptprotagonist kurz vor der Pause, als er nach starker Einzelaktion und Distanzschuss nur die Querlatte streifte.

Umso bitterer dann die Sekunden vor der Pause. Die einminütige Nachspielzeit war bereits abgelaufen, als die Admira doch noch einmal vor das Altacher Tor kam und prompt in Führung ging. Dass mit Nanizayamo ein SCRA-Akteur das Spielgerät über die Linie bugsierte – ebenso bezeichnend.

0:2 aus dem Nichts

Kaum weniger bitter war der Treffer zum 0:2, ebenfalls nur wenige Momente nach Wiederanpfiff. Diesmal leistete sich Tino Casali, der in der laufenden Saison ohne Frage zu den konstantesten Altachern zählt, einen seiner ganz wenigen Fehler. Und wie es halt so ist, wenn ein Keeper patzt, landet der Ball meist im Tor. „Du schaust auf die Anzeigetafel und es steht 0:2, ohne das der Gegner eine Torchance hatte. Ich glaube, die Tore, die wir heute bekommen haben, werden an Silvester in den Jahresrückblicken gezeigt“, konnte auch Cheftrainer Ludovic Magnin kaum fassen, wie einfach der Admira das Toreschießen gemacht wurde.

Die Reaktion macht den Trainer stolz

Umso stolzer war Magnin auf die Reaktion, die er von seiner Truppe zu sehen bekam: „Kompliment an die Mannschaft. Nach solchen Rückschlägen zurückzukommen als Tabellenletzter und dann in der letzten Minute den Punkt zu sichern – Hut ab!“

Dass am Ende in der CASHPOINT Arena gejubelt wurde, war mindestens verdient. Denn die Mannschaft kämpfte nach dem Rückstand umso leidenschaftlicher und kam nur wenige Augenblicke nach dem 0:2 zum Anschluss. Christoph Monschein verwertete staubtrocken vom Elfmeterpunkt – Haudum war im Sechzehner glasklar zu Fall gebracht worden – und traf damit zum zweiten Mal in Folge im SCRA-Dress.

Admira für Zeitspiel spät bestraft

Im Anschluss entwickelte sich ein Abnützungskampf, bei dem die Admira jede Möglichkeit nutzte, Zeit von der Uhr zu nehmen. Dazu wurde das Spiel durch Gegenstände, die vom Block aufs Spielfeld geworfen wurden, kurzzeitig unterbrochen.

Trotzdem konnte Magnin am Ende konstatieren: „Wir haben seit drei Spielen nicht mehr verloren. Die Mannschaft festigt sich von Spiel zu Spiel.“ Weil sich die Rheindörfler nie aufgaben und dank Tor-Debütant Felix Strauss den ganz späten Ausgleich bejubeln konnte.

CASHPOINT SCR Altach - FC Admira Wacker Mödling 2:2 (0:1)
Samstag, 02.04.2022 - 17:00 Uhr
CASHPOINT Arena, 3.047 Zuschauer

Tore: 0:1 Nanizayamo (45./Eigentor), 0:2 Surdanovic (48.), 1:2 Monschein (53./Elfmeter), 2:2 Strauss (90.)